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Der Artikel Vereinigte Staaten gehört zur Kategorie: Staat, USA, US-Bundesstaat
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| Wahlspruch | E pluribus unum (Aus vielen Eines, ab 1776) In God we trust (Wir vertrauen auf Gott, ab 1956) | ||
| Amtssprache | keine (auf Bundesebene), de facto Amerikanisches Englisch | ||
| Hauptstadt | Washington D.C. | ||
| Staatsform | Präsidiale Bundesrepublik | ||
| Präsident | George W. Bush | ||
| Vizepräsident | Richard B. Cheney | ||
| Größte Stadt | New York (8.108.000 Einwohner) | ||
| Fläche | 9.629.891 km² | ||
| Einwohnerzahl | 295.734.134 (Stand Juli 2005) | ||
| Bevölkerungsdichte | 30 Einwohner pro km² | ||
| Nationalfeiertag | 4. Juli | ||
| Währung | 1 US-Dollar = 100 Cents | ||
| Zeitzone | UTC -5 bis -10 | ||
| Nationalhymne | The Star-Spangled Banner | ||
| Kfz-Kennzeichen | USA | ||
| Internet-TLDs | .us (auch: .gov [Behörden], .edu [Bildungseinrichtungen] und .mil [Militär]) | ||
| Vorwahl | +1 | ||
| Stromnetz | 60 Hertz mit 110 / 120 Volt | ||
| höchster Berg | Mount McKinley, Alaska >6.194 m / 20320 ft, | ||
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Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl. United States of America, kurz USA) oder in der amtlichen Kurzform Vereinigte Staaten (engl. United States, kurz US) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USADas Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Russland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
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Häufigste Herkunft lt. Volkszählung 2000 Bildherkunft |
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch , Polnisch , Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet wurde im Jahr 1565 von den Spaniern in St. Augustine, Florida, gegründet. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Die Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und Sankt-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im so genannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im Wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
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Auktions & Neger Handelshaus, 1864 in Atlanta Bildherkunft |
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
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Joseph McCarthy Bildherkunft |
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller US-Bundesstaat zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesondere dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1891 für geschlossen erklärt worden. Die aktuelle Außenministerin der USA ("Secretary Of State") ist Condoleezza Rice geboren am 14. November 1954 in Birmingham, Alabama
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.
Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.
Die Außenpolitik der Regierung Clintons
Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.
Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschlag und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.
Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001
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Us-Präsident George W. Bush Bildherkunft |
Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung.
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Bei dem Terroranschlag auf das World Trade Center starben über 3000 Menschen Bildherkunft |
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.
Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei.
Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt.
Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben.
George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen.
Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus.
Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland
Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott: Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004
Gliederung
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Karte der USA mit Namen der US-Bundesstaaten Bildherkunft |
Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA).
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Karte der USA mit Staats- und County-Grenzen Bildherkunft |
Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesondere im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen.
Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versammlung und wählen Beamte, diskutieren die Lokalpolitik und erlassen Gesetze für das Funktionieren der Regierung. Als Gruppe beschließen sie Straßenbau und -ausbesserung, Errichtung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, Steuern und den Stadthaushalt. Das "town meeting", das schon seit zwei Jahrhunderten existiert, ist oft die reinste Form der Demokratie, in der Regierungsgewalt nicht delegiert, sondern direkt und regelmäßig von allen Bürgern ausgeübt wird. Die überwiegende Mehrheit der Bürger, jedoch, kennt nur die repräsentative Demokratie.
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Hauptstädte
Außengebiete
Neben diesen Staaten und dem District of Columbia gibt es auch noch folgende Gebiete mit unterschiedlich geregelter Autonomie:
- In der Karibik die US-Amerikanischen Jungferninseln, Bahía de Guantánamo, Navassa und Puerto Rico
- Im Pazifik Amerikanisch-Samoa, die Bakerinsel, Guam, die Howlandinsel, die Jarvisinsel, das Johnstonatoll, das Kingmanriff, die Midwayinseln, die Nördlichen Marianen, das Palmyra-Atoll und Wake
- Im östlichen Teil von Kubagibt es einen Landteil, gennant Guantanamo, Kuba möchte das Staatsgebiet zurück aber die US Regierung bezahlt dafür.
Wirtschaft
Die USA sind mit einem Bruttoinlandsprodukt von (2004) 11.728 Milliarden US-Dollar die größte Volkswirtschaft der Welt sowie 2005 das Land mit dem weltweit achthöchsten Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt (nach Luxemburg, Norwegen, der Schweiz, Island, Irland, Dänemark, und Schweden) mit 41.917 Dollar (34.012 Euro). Der US-Dienstleistungssektor erwirtschaftet ca. 73 % des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP), davon etwa ein Drittel im Banken-, Versicherungs- und Immobiliengeschäft. Das verarbeitende Gewerbe trägt ca. 23 %, Landwirtschaft sowie Bergbau tragen jeweils knapp 1,6 % zum BIP bei. Die Arbeitslosenquote betrug 2003 6 %.
Die USA werden von vielen für eine der am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt gehalten. Es gibt jedoch in vielen Wirtschaftsbereichen staatliche oder kommunale Aufsicht, beispielsweise bei der Stromversorgung (Public Utility Commission) der einzelnen Bundesstaaten, die bei der Preisbildung einen bestimmten Mindestgewinn für die Versorgungsfirma garantiert oder in Bezug auf die zivilrechtlichen Antidiskriminierungsregelungen, die seit den 1960er Jahren bestehen. Im Vergleich hierzu begnügt sich Deutschland mit dem § 33 Abs. 3 GG, der nur den Bereich des öffentlichen Rechts tangiert. Ebenfalls zu nennen ist die Fair Housing Act, sowie die vielen Regulierungen, die zwar nicht staatlich vorgeschrieben sind, sich jedoch aus Versicherungs- und Haftpflichtregelungen ergeben.
Die Armutsschwelle wird bei einem Jahreseinkommen von 18.810 US-Dollar (15.550 Euro) für eine vierköpfige Familie und von 9.393 US-Dollar (7.760 Euro) für eine alleinstehende Person angesetzt. Jeder achte Einwohner der USA lebt demnach laut Angaben der US-Zensusbehörde in Armut. So stieg die Zahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, im Jahr 2003 um 1,3 Millionen auf 35,9 Millionen. Dies entspricht einer Zunahme um 0,4 Prozentpunkte auf 12,5 %. Es war das dritte Jahr in Folge, dass die Armut in den USA zunahm und die höchste Armut seit 1998, als die Quote bei 12,7 % lag. (Zum Vergleich: Deutschland: 13,5 %)
Außenhandel: Der Import belief sich 2004 auf Güter im Wert von 1,48 Billionen US-Dollar, der Export auf 795 Mrd. US-Dollar, womit ein hohes Handelsbilanzdefizit von 646 Mrd. US-Dollar ausgewiesen ist. Die Inflationsrate lag (1990-2001) bei 2,0 %.
Siehe auch: Wirtschaft der USA; Länderbericht des Auswärtigen Amtes
Militär
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Die U.S. Army verfügt über rund 7.500 M1-Kampfpanzer. Bildherkunft |
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Die USA liegen mit ca. 400 Mrd. US-$ Militäretat weltweit an erster Stelle. Bildherkunft |
Die Streitkräfte der USA sind mit großem Abstand die mächtigste (und teuerste) Armee der Welt. Als nach dem Kalten Krieg einzige verbliebene Supermacht haben zurzeit allein die USA die Fähigkeit, weltweit kriegsentscheidende Macht zur Geltung zu bringen. Dies erlaubt ihnen ihre globale Aufstellung - das US-Militär betreibt außerhalb der USA mehr als 700 Stützpunkte in mehr als 130 Ländern und die unangefochtene Vorherrschaft der US-amerikanischen Marine auf den Weltmeeren.
Die geltende Armeedoktrin sieht vor, dass die USA in der Lage sein muss weltweit gleichzeitig zwei regionale Kriege siegreich zu führen. Dies ist aber zurzeit (2005) unwahrscheinlich, da starke Kräfte im Irak als Besatzungsmacht gebunden sind (siehe Irak-Krieg).
Die Streitkräfte sind unterteilt in Luftwaffe (Air Force; ca. 370.000 Soldaten), Heer (Army; ca. 500.000 Soldaten), Marine (Navy; ca. 370.000 Soldaten), Marineinfanterie (Marine Corps; ca. 172.000 Soldaten) und Küstenwache (Coast Guard; ca. 39.000 Mann), wobei letztere im Kriegsfall der Marine unterstellt wird. Darüber hinaus unterhält jeder Bundesstaat Einheiten der Nationalgarde (National Guard). Dies sind Milizverbände, die normalerweise dem Gouverneur des jeweiligen Bundesstaates unterstellt sind, aber auch als Teil der Armee im Ausland eingesetzt werden können. Die Wehrpflicht existiert nur noch nominell und kam seit dem Vietnamkrieg nicht mehr zur Anwendung.
Die Vereinigten Staaten von Amerika waren die erste Atommacht der Welt. Sie haben als erster und bisher einziger Staat – in Hiroshima und Nagasaki – Atombomben im Krieg eingesetzt. In der Rüstungsindustrie sind US-amerikanische Unternehmen vor allem in der Luft- und Raumfahrt weltweit führend, teilweise aber auch im Bereich der Marine. Im Heeressektor verlieren die US-amerikanischen Rüstungskonzerne dagegen zusehends an Bedeutung.
Die Militärausgaben der USA beliefen sich 2004 auf rund 437 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht 47 % der weltweiten Rüstungsausgaben, allerdings bloß 3,7 % des US-amerikanischen BIP, was im Rahmen der Rüstungsausgaben westlicher Staaten liegt. Die Militärausgaben der USA übersteigen damit die Rüstungsausgaben der nächsten 20 Staaten zusammen und sind sechsmal so hoch wie die von China, das weltweit an zweiter Stelle liegt.
Siehe auch: Atomstreitkräfte, US-Interventionen im Ausland
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Wissenschaft
Hauptartikel: Wissenschaft in den USA
Seit den Anfängen als unabhängige Nation haben die Vereinigten Staaten durch Ermöglichung des freien Austausches von Ideen, der Verbreitung von Wissen und durch die Aufnahme kreativer Menschen aus aller Welt Wissenschaft und Erfindungen gefördert. Die Verfassung spiegelt den Wunsch nach wissenschaftlicher Aktivität wider. Sie gibt dem Kongress die Befugnis, "den Fortschritt der Wissenschaft und nützlicher Künste zu fördern, indem Urhebern und Erfindern für eine begrenzte Zeit das Exklusivrecht auf ihre jeweiligen Schriften und Entdeckungen zugesichert wird". Diese Bestimmung ist Grundlage für das Patent- und Warenzeichensystem der Vereinigten Staaten.
Zwei der Gründerväter der USA waren selbst namhafte Wissenschaftler. Benjamin Franklin führte mit einer Reihe von Experimenten den Nachweis, dass der Blitz eine Art von Elektrizität ist, und erfand den Blitzableiter. Thomas Jefferson studierte Landwirtschaft und führte neue Reis-, Olivenbaum- und Grassorten in die Neue Welt ein.
Im 19. Jahrhundert stammten die führenden neuen Ideen in Naturwissenschaft und Mathematik aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Forscher und Erfinder aus den Vereinigten Staaten lagen zwar bei der Entwicklung von Theorien im Rückstand, aber sie brillierten in den angewandten Naturwissenschaften. Aufgrund der weiten Entfernung zwischen den Vereinigten Staaten und den Ursprungsländern der westlichen Wissenschaft und Produktion war es oft notwendig, eigene Vorgehensweisen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund kam es zu einer Vielzahl wichtiger Erfindungen. Große US-amerikanische Erfinder sind Robert Fulton (Dampfschiff), Samuel F.B. Morse (Telegraf), Eli Whitney (die Baumwollentkörnungsmaschine Cotton Gin), Cyrus McCormick (Mäher), die Gebrüder Wright (Motorflugzeug) und Thomas Alva Edison, der mit mehr als eintausend Erfindungen produktivste Erfinder.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert wurden US-amerikanische Wissenschaftler zunehmend für ihre Beiträge zur reinen Wissenschaft, der Formulierung von Konzepten und Theorien, anerkannt. Diese Veränderung zeigt sich auch bei den Gewinnern der Nobelpreise in Physik und Chemie. Unter den Nobelpreisgewinnern in der ersten Hälfte des Jahrhunderts – 1901 bis 1950 – stellten US-Amerikaner in den Naturwissenschaften nur eine kleine Minderheit. Seit 1950 haben in den USA tätigen Wissenschaftler etwa die Hälfte der in den Naturwissenschaften verliehenen Nobelpreise erhalten.
Kultur
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Chinatown in New York Bildherkunft |
Die US-amerikanische Kultur ist geprägt von der Vielfalt der ethnischen Einflüsse und Traditionen, die diverse Einwanderergruppen mitbrachten. Diese verhalfen zu einer lebendigen und leistungsfähigen Kultur. Erst in den 1930er Jahren bildete sich durch die Massenmedien eine einheitliche US-amerikanische Populärkultur heraus. Bis heute werden in den ethnischen Gruppen traditionelle kulturelle Eigenarten intensiv gepflegt.
Die frühe Kulturproduktion in den USA war vor allem durch die englische "Leitkultur" geprägt, die aber aufgrund der neuen, einzigartigen Verhältnisse schnell an Eigenständigkeit gewann. Den afrikanischen Sklaven wurde eine Ausübung ihrer kulturellen Traditionen und eine eigene Kulturproduktion verboten, so dass sie sich stark an europäischen Mustern orientieren mussten. Jedoch konnten Elemente ihrer Ursprungskulturen im Geheimen aufrechterhalten werden. Auch die anderen Einwandererkulturen brachten Eigenes mit. Elemente der indianischen Kulturen hinterließen Spuren in der US-amerikanischen Kulturproduktion. Die nicht-europäischen Elemente der US-Kultur erfuhren jedoch erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gebührende Anerkennung.
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Dizzy Gillespie, 1955 Bildherkunft |
Im 20. Jahrhundert lösten sich US-amerikanische Künstler von den Vorbildern der Alten Welt. Die unterschiedlichen kulturellen Disziplinen wurden in neue Richtungen erweitert – mit eindrucksvollen und innovativen Ergebnissen. Ein wesentlicher Beitrag der USA zur Weltkultur ist die Entwicklung des Jazz, der als erste eigenständige Musikform der USA gilt, des Blues und des Country, aus deren Zusammenführung in den 1950er Jahren der Rock 'n' Roll entstand. Diese Musikkultur ist einzigartig durch den Zusammenfluss afro-amerikanischer mit europäischer Folklore. Er bildet heute eine zentrale Grundlage der populären Kultur der Westlichen Welt.
Literatur, Musik (Rock, Blues und Country) Filmkunst, Theater, Tanz und Architektur, ebenso wie andere Arten künstlerischen Ausdrucks wurden angereichert und verändert. Zur zeitgenössischen Kunst- und Unterhaltungsszene in den USA gehörten die Verjüngung der Musik, Neuentwicklungen im Modernen Tanz, die Verwendung ureigener US-amerikanischer Themen im Theater, die Filmproduktion in ihrer ganzen Bandbreite und die Globalisierung der Bildenden Künste.
Es gibt in den Vereinigten Staaten - ähnlich wie in Deutschland, aber ganz anders als in Frankreich - kein zentrales Kultusministerium, das eine landesweite Kulturpolitik steuert. In dieser Tatsache spiegelt sich die Überzeugung wider, dass es wichtige Bereiche im gesellschaftlichen Leben gibt, bei denen die Regierung nur eine kleine oder gar keine Rolle spielen sollte. Die zwei nationalen Stiftungen für Kunst und Geisteswissenschaften – 'National Endowment for the Arts' (NEA) und 'National Endowment for the Humanities' (NEH) – unterstützen mit Zuschüssen sowohl einzelne Künstler und Wissenschaftler als auch Institutionen, die im Bereich der Kunst und Geisteswissenschaften tätig sind. Seit der "Republican Revolution" 1994, bei der Republikaner im Kongress die Mehrheit erwarben, werden beide Stiftungen sowie auch die öffentlichen Rundfunkanstalten PBS und NPR immer wieder durch Mittelkürzungen bedroht, oft begleitet mit dem Vorwurf, sie betrieben eine "linke" Politik zugunsten einer "Elite". Insbesondere Kunst, die von christlich-fundamentalistischen oder stark römisch-katholischen Kreisen kritisch betrachtet wird, wird ein Zielpunkt dieser Drohungen.
Während das Budget der NEA, das sich 2003 auf 115 Millionen US-Dollar beläuft, verhältnismäßig bescheiden ist, verglichen mit der Kulturförderung anderer Länder, so machen seit jeher private Spenden den Großteil der Kulturförderung aus. Diese privaten Spenden wurden für das Jahr 2002 auf ungefähr 12,1 Milliarden US-Dollar geschätzt. Während ihres 40-jährigen Bestehens hat die NEA ihre Gelder dazu benutzt, um private Schenkungen zu ermutigen, und dadurch allen US-Amerikanern einen Zugang zu den Künsten und Geisteswissenschaften zu ermöglichen.
Siehe auch: Medien in den USA – Kunst in den USA – Liste amerikanischer Schriftsteller – Feiertage der USA
Sport
Die US-Amerikaner besitzen typische Nationalsportarten. Die beliebteste Sportart ist mit Abstand Baseball gefolgt von American Football und Basketball. Eishockey ist auch eine der beliebtesten Sportarten. Fußball, die beliebteste Sportart der Welt, kommt nur auf Platz 5, wobei sich besonders Jugendliche für diesen Sport interessieren. Die USA beheimaten, zusammen mit Kanada, die besten und höchstangesehensten Profiligen im American Football (NFL), Baseball (MLB), Basketball (NBA) sowie Eishockey (NHL). Der höchsten Fußballliga (MLS) wird jedoch kein großer Stellenwert im internationalen Vergleich nachgesagt. Im Gegensatz zu den europäischen Sportligen gibt es im Nordamerikanischen Spielbetrieb weder Absteiger noch Aufsteiger am Ende der Saison. Sondern die Mannschaften spielen unterteilt in Nord, Ost, Süd, West, Atlantic, Pacific oder National League.
Siehe auch: Sport in den USA
Literatur
- Jürgen Heideking: Geschichte der USA, Tübingen 2003. ISBN 3-8252-1938-0
- Peter Lösche: Länderbericht USA - Geschichte, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur. BpB, 2004, ISBN 3-893-31485-7
- Martin W. Sandler: Amerika (OT: America: A Celebration!). Coventgarden (Dorling Kindersley), München 2001, ISBN 3-8310-9000-9
- Claus Kleber: Amerikas Kreuzzüge - Was die Weltmacht treibt, Bertelsmann Verlag 2005, ISBN 3570008347
- Helmut Schoeck: USA. Motive und Strukturen. DVA, Stuttgart 1958
Siehe auch
- Portal:USA
- Antiamerikanismus
- Organisation Amerikanischer Staaten
- Anglozentrismus
- Liste der US-amerikanischen Hauptstädte
- Liste der Spitznamen der US-Bundesstaaten
- Transport und Verkehr in den USA
Weblinks
- zum Thema USA beim Open Directory Project
- Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes
- Länderprofil USA des Statistischen Bundesamts
- CIA World Fact Book (engl.)
- Spiegel online / Jahrbuch / USA
- Website mit Informationen über die USA
- Wahlsystem der USA
- Das weiße Haus im Internet (engl.)
- Linksammlung zur Außenpolitik der USA
- Portal der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern
- Amerikanische Botschaft in Deutschland
als:USA ang:Geánlǽht Underrícu American ast:Estaos Uníos chr:ᎠᎺᎢ nah:Altepetl Osehsepanoaseh Amerikak nds:USA simple:United States zh-min-nan:Bí-kok
Diskussion der Autoren über den Artikel: Vereinigte Staaten
Religion
Gerade den Punkt 2.1. gelesen und festgestellt, dass alles im Präteritum steht, als gäbe es die USA schon nicht mehr. Ich empfehle dies zur Änderung. --Ulimoebius 01:59, 4. Mär 2005 (CET)
- Laut englischer Wiki ist das der Stand von 2004. Mit der Jahreszahl zusammen ist die Vergangenheitsform korrekt. Ich habe das soeben geändert. --TDLacoste 13:41, 11. Mär 2005 (CET)
Zensur 2: US-Interventionen im Ausland
Einfügung eines Links US-Interventionen im Ausland in den Abschnitt Außenpolitik gelingt erst durch ein Machtwort der ehrwürdigen Hoheit...- Versuch doch einfach Argumente zu bringen. Die Leute hier sind ja wirklich nicht uneinsichtig. Wenn du aber die ganze Zeit nicht-konsensfaehiges Zeug (weil ohne Belege und einseitig) reinschreibst, brauchst du dich nicht zu wundern wenn dann auch sinnvolles zurueckgesetzt wird. --Hoheit Hoheit 14:53, 8. Feb 2005 (CET)
Wie die Zensur in den "Vereinigten Staaten" über den 11.September 2005 funktioniert samt Invasion im Irak
Achtung: ZENSUR!
Ich möchte von Herrn Adornix und -noch viel lieber- von der journalistisch begabten, aber leider selbsgekrönten "Hoheit (Anti Anti Ami)" bitte erfahren, wieso beide eine Beschreibung zu den unbestreitbaren Fakten zu den Folgen der US Außenpolitik nicht in dem Haupttext dulden. Der Textabschnitt ist ohne Hinweise zu den Folgen völlig sinnentleert. Die freundliche Beschreibung der US Motivation ist eher eine Abbildung einer (US-) Meinung als die Darstellung von belegbaren Tatsachen. Ein gute Zensor sollte geschickter vorgehen und ein vernünftiger Mensch dies unterlassen. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft jedenfalls viel Erfolg bei dieser lebenslustigen Freizeitgestaltung (und frage mich, wieso mann nicht stattdessen die schöne Landschaft Schottlands erkundigt oder mal locker ein Pint trinken geht). Mfg- Hallo Anonymer Alkoholiker! Du solltest nicht Zensur brüllen, wenn Du Dir kein einziges Mal die Mühe gemacht hast, Deinen edit zu begründen oder freundlich diskutierend einen Konsens herzustellen. Du hast bloß versucht, uns irgendeinen Quatsch in den Artikel zu schreiben, und sobald es Dir nicht gelingt, andern Deine Meinung kommentarlos aufzunötigen, machst Du auf beleidigt. Eine solche Mitarbeit ist allerdings tatsächlich unerwünscht. Fahr nach Schottland zu dem autochthonen und widerständigen Völkchen der Schotten und trinke einige Pint Single Malt. Das hat schon so manchen Verstand wiedergebracht, nachdem die Alkoholvergiftung überstanden war.
- Ach so, noch etwas Ideologiekritik: von "unbestreitbaren Tatsachen" im Zusammenhang mit politischer Interpretation sprechen in aller Regel nur diejenigen, die sehr feste - auf Ressentiment beruhende - Ansichten von der Welt haben; ganz gleich, ob linke oder Rechte Dogmatiker. So sind es "unbestreitbare Tatsachen", dass die USA den Krieg in Afghanistan wegen irgendwelcher Pipelines geführt haben, oder die USA Schuld an verhungerten irakischen Kindern sind usw. (beliebt ist auch die Formulierung "Nur so ist zu erklären, dass..." (aus dem von mir noch herauszugebenden Vademecum für Verschwörungstheoretiker und Dogmatiker :-)).
- Dabei hätte sich doch gerade Deine Behauptung über die UNO-Sanktionen schnell widerlegen lassen, da doch erst vor kurzem auch die UNO zugeben musste, dass korrupte Mitarbeiter des Food for Oil-Programms es (mit-) ermöglicht haben, daß Saddam Hussein sich das Geld für die Versorgung der Bevölkerung in die eigene Tasche wirtschaften konnte.
- Übrigens fast schon amüsant, daß den USA je nach Gelegenheit einmal vorgeworfen wird, sie bediene sich der UN für ihre dunklen Zwecke, und im andern Moment darüber gemeckert wird, dass die USA dem Willen der UN sich nicht beugen. Soviel zum Thema "unbestreitbare Tatsachen". --Adornix 01:02, 8. Feb 2005 (CET)
Antwort: Hallo Herr Ador nix, Sie können nicht ernsthaft bestreiten, dass 1. die Sanktionen (bez. medizinischen Gerät ua.) sich sehr erheblich für die irakische Zivilbevölkerung ausgewirkt haben, so wie es ihr Zweck war. Wenigstens diese Tatsache hätten Sie nicht löschen dürfen, wenn sie wirklich Wert auf einen neutralen Artikel legen. 2. die USA eine klare Mitverantwortung für diese Sanktionen tragen. 3. diese Sanktionen nicht identisch sind mit dem "oil for food" Programm, wie ihre Antwort es suggeriert. Zwischenergebnis: Wir haben Sanktionen auf Veranlassung der USA, eine Wirkung, und eine Kausalität. Wieso soll man das nicht schreiben dürfen? 4. ihr Eifer und ihre Unterstellung, mein Tatsachenbericht sei eine Aufnötigung einer Meinung, den Verdacht nähren muss, dass Ihnen an Neutralität und diesem Projekt nicht wirklich gelegen ist. 5. der gesamte Textabschnitt zur US Aussenpolitik seltsam verkürzt erscheint und unendlich viele Fakten unterschlägt zu Themen, die vordergründig behandelt werden (zB Irak). 6. Ihr Kollege, die ehrwürdige "Hoheit (AAA)" zur Zeit in Schottland studiert, dort aber ihre Freizeit offensichtlich nicht studentenmäßig verbringt. 7. ein Einfügen von Text in den Hauptartikel immer zur Diskussion einläd, ein unerklärtes Löschen diese jedoch unterbindet.
Hochachtungsvoll
I C U
- zum Revert heute morgen durch mich: zu den Kriegen und "Operationen" der USA, von denen ich keineswegs ein Fan bin, gibt es hier eigenständige Artikel. Sie gehören imho nicht in dieser Ausführlichkeit in den Hauptartikel. Eine Verlinkung wäre aber sinnvoll (so nicht schon geschehen) --MAK MAK 07:10, 8. Feb 2005 (CET)
UTC -5 bis -10
Kann nicht passen, da zwischen New York und Hawaii 6 Stunden Zeitunterschied liegen. Es sind -11!
- Das Problem hat mir jetzt auch ganz schön zu schaffen gemacht. Ich glaube aber inzwischen die Antwort gefunden zu haben: Die Aleuten als Teil von Alaska haben laut Wikipedia UTC-10/-9, New York dürfte wie Maine UTC-5/-4 haben (ist bei New York nicht angegeben) und Hawaii besitzt UTC-10 und keine Sommerzeit. Offensichtlich stellt also der erste Wert die Sommerzeit dar, der andere die Winterzeit. Die Zeitdifferenz zwischen Alaska und New York/Maine bleibt deshalb konstant bei 5 Stunden, die zwischen New York/Maine und Hawaii hingegen sollte dann im Winter auch 5 Stunden, im Sommer aber die von dir genannten 6 Stunden betragen. Ob und wie man dies im Hauptartikel berücksichtigen sollte, kann ich aber nicht sagen. 20:45, 5. Mär 2005 (CEST)
- Soweit richtig, mit der Ausnahme, dass Du Sommer- und Winterzeit verwechselt hast. D.h. Alaska hat im Winter UTC-10 und im Sommer UTC-9, da die Uhr für die Sommerzeit um eine Stunde vorgestellt wird. --StefanAndres 23:46, 5. Mär 2005 (CET)
-
This image shows timezones and also what areas do not use "Sommerzeit" or (the striped areas do not change their clocks) Sorry, I can't write German! :'( --en:User:Quasipalm
Bildungspolitik
Meint ihr nicht auch ein kleiner Exkurs darüber könnte nicht schaden? Karibu2 11:12, 13. Aug 2004 (CEST)Änderungsvorschlag Wahlspruch
Der Wahlspruch der USA ist nicht zwingend In God we trust sondern eigentlich Ex pluribum unum (Aus vielen eines).Wäre die bessere Übersetzung von "In God we trust" nicht "Wir vertrauen AUF Gott"? --Rseyfrie 21:18, 9. Sep 2004 (CEST)
- Ich bin mir nicht sicher: Aber IMHO hatte man den Spruch geändert. Aktuell ist IMHO "In God we trust". --DaB. 01:36, 8. Feb 2005 (CET)
Der Wahlspruch ist In God we trust. Quelle: Homepage der US-Botschaft in Deutschland --TheChief 13:48, 22. Apr 2005 (CEST)
Aus der genannten Quelle geht unzweifelhaft hervor, dass das Motto 'E Pluribus Unum' (aus vielen zu einem) lautet. Dies wird durch eine Vielzahl von weiteren Quellen belegt.
- Hello from English Wikipedia & the US! Sorry, my German is bad, so I won't offend you by trying to speak it. ;-) You may find this page interesting: . Also . "In god we trust" wasn't made a national motto until 1956 -- this was a very anti-communist time so many people in the US thought that becoming more religious was a good way of making the US more immune to socialism. (Atheists were often accused of being communist -- it was not a happy time in America.) Today "in god we trust" is very controversial and could very well be removed as an official saying within the next few decades. Good riddance, I say. Anyway, just thought I'd help out if I could. --24.18.46.58 01:36, 10. Jun 2005 (CEST) (en:User:Quasipalm)
Antiamerikanismus?
- Hi, ich habe mal den für meinen Geschmack ungewöhnlich einseitig formulierten Satz zur Unterstützung Israels auf eine neutrales Niveau gebracht. Ich persönlich halte die Politik der USA in diesem Punkt für völlig richtig, es wird Euch aber auffallen, daß ich - um einem erneuten edit war vorzubeugen - den "usa-kritischen" Standpunkt eingebaut habe. Aber eben nichts als "objektiv", was er nunmal nicht ist, sondern als einen Standpunkt, der auch als solcher zu erkennen ist, im Gegensatz zur vorherigen Formulierung, die doch sehr nach linkem Polit-Flugi klang. Andere Ansichten?
- --Adornix 00:06, 7. Jul 2004 (CEST)
Abschnitt Innenpolitik / Todesstrafe
Zur Todesstrafe: Wenn die betreffenden Amtsträger daran gemessen werden, ob sie diese befürworten, hängt natürlich auch ihre Karriere davon ab, denn sie wollen ja wiedergewählt werden. Die Todesstrafe selbst ist in den betreffenden Bundesstaaten keineswegs umstritten, weil sie dort von der weit überwiegenden Mehrheit befürwortet wird. Ich bitte also darum, nur Verbesserungen durchzuführen, keine Verschlimmbesserungen.--S.Mielke 21:57, 17. Apr 2004 (CEST)
Also völlig unumstritten ist die Todesstrafe keinesfalls. Es gibt diverse Initiativen, die dagegen kämpfen. Allerding wäre es interssant, genaue Zahlen dazu zu finden und inweiweit die aus Bundesstaaten kommen, in denen es sowieso keine Todesstrafe mehr gibt (ich kenne z.B. so eine Initiative aus Chicago, glaube aber, in Illinois gibt es keine Todesstrafe mehr, oder?). --Barb 14:30, 31. Jan 2005 (CEST)
Grad etwas zu Todesstrafe/Gegner im Netz gefunden: http://www.amnesty-landau.d... , http://www.initiative-gegen... --Barb 18:57, 7. März 2005 (CEST)
- Helpful?
Todesstrafe in den USA --en:User:Quasipalm
Kultur
Es mag ja sein, dass man über die Kultur der Amerikaner geteilter Meinung sein kann, aber ich finde, hier gehört echt noch ein Kapitel rein. Man muss ja z.B. auch die zahlreichen Schriftsteller oder Maler verlinken etc.
Reykholt 22:13, 29. Mär 2004 (CEST)
- huch?? das hast du wohl recht. könnte aber auch an allgemeiner kultureller ignoranz hier liegen. selbst der abschnitt bei deutschland geht nur knapp am prädiakt "absolute peinlichkeit" vorbei. -- Southpark 22:17, 29. Mär 2004 (CEST)
Ende der Erschließung neuer Gebiete und Industrialisierung
Im Artikel findet sich folgender Abschnitt:
- 1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt , und die USA erlebten eine stürmische Industrialisierung, als deren Folge sich riesige Trusts bildeten, die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet
Das funktioniert rein logisch nicht - die ganze Abfolge kann nicht in einem Jahr passiert sein. Kann das bitte jemand mit den nötigen Kenntnissen in Ordnung bringen? --Skriptor 21:30, 9. Apr 2004 (CEST)
Das Ende der frontier mit dem Massaker am Wounded Knee fiel zufallig mit dem Antitrust Act ins gleiche Jahr, die Industrialisierung setzte natürlich schon vorher ein. Danke für den Korrekturvorschlag. --S.Mielke 00:00, 10. Apr 2004 (CEST)
Besetzung des Irak
Der erste Absatz des Artikels definiert das Staatsgebiet der USA. Dazu gehört der Irak nicht, da er nur vorübergehend militärisch besetzt ist. (Das ist übrigens auch der entscheidende Unterschied zur marokkanischen Besetzung der Westsahara, die zumindest Marokko als endgültig ansieht.) Seine Erwähnung an dieser Stelle ist daher nicht angebracht. --Skriptor 09:28, 15. Apr 2004 (CEST)
Das sehe ich jedoch anders, es kommt nicht drauf an, wie sich der Staat selber sieht, sondern wie ihn Dritte sehen. Außerdem darf man die geschichtlichen Erfahrungen nicht außer Acht lassen. Ich will den USA zwar nicht unterstellen, dass die den Irak annektieren wollen, jedoch muss ich objektiv beurteilen und alle möglichen Geschehnisse mit einbeziehen. Wer sagt, dass der erste Absatz nur das Staatsgebiet umfassen darf? Der Irak gehört zwar nicht direkt zum Staatsgebiet, jedoch untersteht er teilweise der amerikansichen Staatsgewalt. Als Kompromiss würde ich einen kurzen Abschnitt unter der Definition des Staatsgebietes vorschlagen. Grüße--Thommess 09:45, 15. Apr 2004 (CEST)
- Wenn du es unbedingt erwähnen willst dann ginge es vielleicht unter den amerikanischen Außenbesitzungen, weiter unten im Artikel. In der Einleitung sind nicht mal unbestritten amerikanische Gebiete wie Puerto Rico aufgeführt.
- Allerdings halte ich auch das für sehr fragwürdig, weil eine vorübergehende Besetzung unter zahlreichen Gesichtspunkten (z.B. Rechtssystem, Staatsbürgerschaft) etwas ganz anderes ist als eine dauerhafte Verwaltung. IMHO ist die Tatsache der Besetzung des Irak korrekt unter Geschichte der USA aufgehoben.
- Zum Staatsgebiet der USA gehört der Irak auf keinen Fall; ihn entsprechend aufzuführen, wäre ein sachlicher Fehler. --Skriptor 10:20, 15. Apr 2004 (CEST)
- Deinen oben erwähnten Kompromissvorschlag kann ich akzeptieren und bei deinen Bedenken kann ich dir auch entgegenkommen. Ich denke auch, dass man den Irak nicht mit Puerto Rico gleichsetzen kann. Ich werde unter den Besitzungen einen Absatz über die Besetzung des Iraks einfügen. Grüße --Thommess 10:28, 15. Apr 2004 (CEST)
- Ja, das sieht gut aus. --Skriptor 10:46, 15. Apr 2004 (CEST)
Verschieben von "USA" nach "United States of America"
Darf ich mal fragen, warum der USA-Artikel verschoben wurde? IMHO sucht niemand nach der zwar korrekten, aber eben im deutschsprachigen Raum unüblichen, Form. Gängig ist entweder die Bezeichnung USA oder eben Vereinigte Staaten von Amerika. Den Anglizismus halte ich hier für den falschen Hauptartikel. --Urbanus 13:17, 26. Apr 2004 (CEST)Ich stimme dem zu und habe die Verschiebung rückgängig gemacht. --S.Mielke 01:13, 28. Apr 2004 (CEST)
- Schließe mich den beiden Vorrednern an, da wir sonst eine Vielzahl von Staaten dementsprechend ändern müßten, was bei englischen Staaten ja noch leicht zu durchschauen ist, aber frühesten im Französischen Sprachraum lustig wird! --Herrick 09:40, 28. Apr 2004 (CEST)
- Es wäre gut, wenn sich derjenige, der die Verschiebungen durchgeführt hat, einmal kurz dazu äußern würde, das muss doch einen Grund haben. Ich glaube, es ging ihm darum, Abkürzungen zu vermeiden. Aber: Ich stimme S.Mielke und Herrick zu, die Rückverschiebung war gut.
Ich meine, man sollte die "Unterstützung Israels" um die Adjektive "politisch" und "waffentechnisch" ergänzen, da letztere weder selbstverständlich, noch aus dem Zusammenhang erkenntlich ist. Außerdem gehört zum "Isolationismus" für mich auch der "Protektionismus" dazu. Eben ist mir noch aufgefallen, dass die Planung, den Irak im Juni in die Unabhängigkeit zu entlassen nicht mehr aktuell sind. 17.5.04, Matthias S.
Deutsch in den USA? Sollte es mal eingeführt werden?
Sollte man wirklich Deutsch als "Amtssprache" anführen? Laut [LINK] gibt es sogar mehr chinesisch- und französisch sprechende Bevölkerungsgruppen. Ein Verweis auf die Amisch ist sicher nicht schlecht, aber gleich als "Amtssprache" anzuführen halte ich für übertrieben. --Claudia1220 16:56, 29. Mai 2004 (CEST)
- Wenn ich noch Deutsch kann, steht da Verkehrssprache, nicht Amtssprache. Zind glaub ih cvaj feršidene zahen. Jakob stevo 17:23, 29. Mai 2004 (CEST)
- Mal von einer ganz anderen Ecke. Kennt Ihr die Story, dass es mal eine Wahl zwischen Englisch und Deutsch geben sollte, was die Amtssprache wird. stimmt nicht. Das ist die Mühlenbach-Legende. Habe da Informationen dazu, weiss aber nicht ob und wo ich dass unter USA einführen soll. Interssant ist aber schon .m.M. nach..--Cienfuegos 18:18, 21. Okt 2004 (CEST)
- Ja, war mir schon bekannt, aber gab es da nicht schon mal einen Artikel zu? --Speedator 17:35, 25. Jan 2005 (CET)
- Nicht ganz, die Legende heißt Mühlenberg-Legende. --Raubtierkapitalist 23:38, 15. Apr 2005 (CEST)
Link aktivepolitik.de entfernt
Begründung: Auf dieser Seite heißt es zuerst: "...aktivepolitik.de versucht, die Bedrohung, die von den USA gegen heterogene Völker der Welt ausgeht, anhand historischen und gegenwärtigen Fakten zu analysieren, ohne dabei in einen ideologischen Anti-Amerikanismus zu verfallen." Und zwei Sätze weiter heißt es: "Bis heute setzt sich diese menschenfeindliche Politik unvermindert fort." Die Entfernung des Links wird sicherlich Diskussionen auslösen. Ich bin mal auf die Meinungen anderer gespannt. --EUBürger 22:24, 6. Jul 2004 (CEST)- Ich sehe persönlich keine antiamerikanische Aussage in dem zweiten Satz. Ich finde die Seite sehr informativ und eben kritisch. Außerdem erleben wir tagtäglich wie menschenfeindlich die US-Politik ist. Oder nicht? Daher sollte der Link wieder erstellt werde werden. --Werner1965 19:56, 6. Jul 2004 (CEST)
- Hallo? Was soll das denn? Erstens heißt der Link aktivepolitik.de und zweitens finde ich nichts Antiamerikanisches an der Seite. Ich habe die Seite durch meine Lehrerin kennen gelernt. Wir haben mehrere Themen intensiv im Unterricht durchgearbeitet. Ich füge den Link wieder ein, weil es da auch Infos gibt, die im Wiki fehlen. Vielleicht sollte jeder vor dem Entfernen die Sachen eingehend studieren und dann handeln. --Svenja 22:20, 6. Jul 2004 (CEST)
- Ich habe das doch oben begründet Svenja, die Frage "Was soll denn das?" war also unnötig. Ich bin der Meinung, die Seite ist Antiamerikanistisch, obwohl man das Gegenteil behauptet. Das ihr die Seite intensiv im Unterricht behandelt, gibt mir doch ein wenig zu denken. Aber sei´s drum, ich bin auf weitere Meinungen gespannt, vielleicht sieht das ja eine Mehrheit anders. Beste Grüße --EUBürger 22:29, 6. Jul 2004 (CEST)
- Verstehe ich jetzt nicht... Warum ist die Seite antiamerikanisch? Nur weil dort die negativen Taten der USA diskutiert werden? Vielleicht haben wir eine andere Vorstellung, was Anti-Amerikanismus bedeutet. Ich sehe da keine hetzerischen Sprüche gegen irgendjemanden. Ich muss auch sagen, dass ich froh bin, dass wir die Themen im Unterricht bearbeitet haben. Sonst kannte ich die USA nur einseitig...--Svenja 22:46, 6. Jul 2004 (CEST)
- Um noch auf Deine Frage zu antworten, da steht: "Bis heute setzt sich diese menschenfeindliche Politik unvermindert fort". Erst kommt die (berechtigte) Stelle mit den Sklaven und den Indianern und kann kommt dieser Spruch pauschal hinterher. Es wird weder differenziert, noch Pro und Contra gegenübergestellt und stark emotionalisiert. Eine solche Vorgehensweise geschieht mit einer bestimmten Absicht, also ich würde sagen, antiamerikanisch. Na ja, mal schauen, ob noch weitere Reaktionen kommen. So lange sich keine eindeutige Mehrheit für das Entfernen des Links ergibt, bleibt er sicherlich drin. Vielleicht wäre eine Abstimmung die Lösung? Dann könnte man die anderen Leser vielleicht auch animieren, sich eine Meinung zu bilden. Ich wäre gespann auf das Ergebnis. Beste Grüße --EUBürger 23:28, 6. Jul 2004 (CEST)
- Moin, moin! Interessante Diskussion. Der Link heisst aktivepolitik.de, unter politikaktiv.de gibt es nichts, deshalb passe ich das mal an. EUBürger, hasst du auch mehr als die ersten Paar Sätze von der Hauptseite gelesen? Ich stimme meiner Vorschreiberin zu. Antiamerikanisches kann ich auf der Seite nichts finden. Wie ich aus deiner Argumentation verstehe, störst du dich an diesem Satz hier: "Bis heute setzt sich diese menschenfeindliche Politik unvermindert fort." Ich sehe da nur eine Feststellung und zwar dass die menschenfeindliche Politik der USA bis heute andauert. Die Differenzierung oder besser gesagt die Beweise dafür findet man ja dann in den einzelnen Themenabschnitten. Sorry, aber ich habe den Eindruck, dass du nicht weitergelesen hast oder dich eben an Einzelsätzen störst. Nichts für Ungut, aber der Link sollte bleiben. Gruß Manfred Inger
- Ich hab auch schon mal darüber nachgedacht, den Link zu entfernen, weil ich es für eine Propagandaseite gehalten habe. Ich bin mir jetzt nicht sicher, was von der Seite zu halten ist. Die Zielsetzung der Seite ist, »über Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen der Vereinigten Staaten von Amerika zu informieren«[LINK]. Diese Zielsetzung ist natürlich eine ganz andere als wir hier haben, aber es gibt eben nur eine Wikipedia. Ich kann nicht beurteilen wie wahrheitsgetreu der Inhalt der Seite ist. Vorsicht ist angebracht! --Hokanomono 03:48, 7. Jul 2004 (CEST)
- Vielleicht sollte man den Link mit einem Hinweis versehen: "Die Neutrailtät der folgenden Seite ist umstritten" oder so ähnlich´. Beste Grüße --EUBürger 09:19, 7. Jul 2004 (CEST)
- Die Informationen sind authentisch. Ein Quellenverzeichnis ist z. B. im Impressum aufgeführt. Wir haben wie oben schon erwähnt, die Seiten eingehend studiert. Wenn die Zielsetzung der Seite die Information über Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen ist, frage ich mich allerdings, was Neutralität in Bezug auf dieses Ziel bedeutet. Habe eine FAQ-Seite von denen gefunden, da gehen die auch auf Anti-Amerikanismus ein. Ich setzte mal ein Link hier: [LINK]--Svenja 13:01, 7. Jul 2004 (CEST)
- Grüssi! Die Begründung ist ein bissel dünn. Am Anfang dachte ich auch, daß die Website nur Propaganda machen will. Dann habe ich mich gefragt, Propaganda für was? Links- oder rechtsextrem scheinen die ja nicht zu sein... Jedenfalls habe ich viele Infos gefunden die mir weitergeholfen haben. In diesem Sinne... Grüße koreba
- Eher zufällig auf diese Diskussion aufmerksam geworden, wollt ich -ohne mir die Site jetzt konkret angesehen zu haben- nur 2 Punkte anmerken:
- muss IMO die Gesamtheit aller Weblinks ausgewogen sein, nicht aber jeder einzelne Weblink (vorausgesetzt er ist seriös & qualitativ hochstehend);
- sollte es von daher IMO möglichst Standard werden, hinter den jeweiligen Weblinks die Urheber -möglichst mit Verlinkung- klar kenntlich zu machen, so dass sich die Leser selbst ein Bild machen können (bin noch am Perfektionieren dieser Methode - derzeitiger Stand der Dinge ist bei Röhm-Putsch#Weblinks zu bewundern ...) Grüße Interpretix 13:47, 8. Jul 2004 (CEST)
- Habe den Link wieder reingesetzt. Grüße koreba
hinweis: die benutzeraccounts Svenja und Werner1965 wurden nur für die obige diskussion verwendet.
die beiden anonymen benutzer, die am 7. juli mit "Manfred Inger" bzw "koreba" unterschrieben, hatten die gleiche ip. grüße, Hoch auf einem Baum 17:26, 26. Okt 2004 (CEST)
- Bitte vielmals um Entschuldigung, daß ich an der Diskussion einmal mit meinem vollen Namen und einmal mit meinem Nick teilgenommen habe. Werde mich demnächst auf koreba beschränken. Gruß koreba
Also antiamerikanisch ist vielleicht der falsche begriff, aber aussagen wie "Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben, unabhängig davon, welche Verbrechen er begangen hat" werde in texten mit fakten eingebaut und wollen einem diese meinung doch scheinbar unterjubeln. Ich bin auch gegen die todesstrafe, aber solche aussagen müssen zur diskussion gestellt werden und dürfen nicht als bloße fakten dastehnen. Gruß Patze
Reagan als Prediger
Der Begriff "Prediger" mag auch von amerikanischen "Zeithistorikern" gewählt worden sein, ist aber - zumal das in Deutschland und vom normalen Wiki-Leser kaum mitgedacht werden dürfte - eindeutig abwertend. Reagans Idee vom "Reich des Bösen" hat aber natürlich religiöse Anklänge, weshalb ich denke, man kann das eher pejorative Verb "predigen" rausnehmen und durch eine Erwähnung der religiösen Terminologie ersetzen. --Adornix 11:56, 8. Jul 2004 (CEST)
- Betr.: USA, Reagan: Deine Auffassung, ich habe Reagan abwerten wollen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, denn ich habe die langen Beiträge zur US-Innen- und Außenpolitik am 31. März 2004 vor allem verfasst, um den anti-amerikanischen Ideologen das Maul zu stopfen, was nicht heißen kann, dass Kritisches ausgespart bleibt. (Schau' mal, was vorher war). Auch vor Reagan habe ich einigen Respekt, und ich denke, seine Persönlichkeitsstruktur lässt darauf schließen, dass er selbst mit der Bezeichnung "Prediger" einverstanden gewesen wäre. Deine umständliche Umschreibung meint übrigens den gleichen Sachverhalt --S.Mielke 04:13, 14. Jul 2004 (CEST)
Isolationismus, Realpolitik, Idealismus
die Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein - wird das nicht als Idealismus bezeichnet? Man kann wohl nach 1945 keinen Isolationismus mehr feststellen, sondern eher einen Widerstreit von Realismus (Roosevelt, Nixon, Kissinger) und Idealismus (Carter, Reagan). Was meint ihr dazu? Wenn am Anfang von "Aussenpolitik der USA" gesagt wird, dass es diese Stroemungen gibt, sollte man dann nicht auch die verschiedenen Politiker den unterschiedlichen Stroemungen zurechnen? --Hoheit 14:38, 15. Okt 2004 (CEST)
Zitat:Änderungsvorschlag Der Wahlspruch der USA ist nicht zwingend In God we trust sondern eigentlich Ex pluribum unum (Aus vielen eines).
Überarbeiten
Ich halte die Seite von vorn bis hinten für überarbeitungswürdig, weil alles was meine müden Augen da sahen sowohl sprachlich als auch inhaltlich recht haarsträubend war. Ist sicher in guter Absicht angelegt, aber da sollten mal Experten ans Werk. Ich habe mich kurz an den Teil "Kultur" gewagt, aber da gibt es noch viel zu tun. --Barb 04:58, 15. Jan 2005 (CEST)
Hallo Barb. Es wäre, glaube ich, ganz sinnvoll, wenn Du Deine Kritik etwas spezifizieren würdest. Eine Formulierung wie "sprachlich als auch inhaltlich recht haarsträubend" ist erstmal nur als Polemik, nicht aber als inhaltliche Kritik wahrzunehmen. Was ist (vor allem inhaltlich) haarsträubend und was würdest Du dem entgegensetzen?
Deine Bearbeitung des Kultur-Teils fand ich beim ersten Lesen soweit brauchbar :-) Die Formulierung im ersten Absatz, nach der einerseits die USA wegen ethnischer Mischung kulturelle Höchtsleistungen vollbracht habe, andererseits aber (sinngemäß) seit spätestens 1945 der Welt agressiv diese kulturellen Höchtsleistungne durch Konzenre aufgenötigt habe, empfand ich als Ausdruck der links-antiimperilaistischen "Kulturimperialismus"-These und habe den Satz erst einmal ersatzlos gelöscht. Es ist zweifellos so, daß die Kultur der USA weltweit eine große Anziehungskraft ausgeübt hat und weiter ausübt. Das aber nur auf "Medienkonzerne" zurückzuführen halte ich für kurzsichtig und alles andere als neutral. Zum Beispiel müsste man auch auf die Rolle der USA als Einwanderungsland eingehen, daß seine Faszination auch dadurch gewinnt, daß es als Fluchtort vor europäischer wie asiatischer Repression und Unfreiheit gewann. Insofern ist zum Beispiel die Begeisterung für Jazz, Rock oder Country-Musik - nicht zuletzt auch in den ärmeren Bevölkerungsschichten - Ausdruck einer Sehnsucht nach "Befreiung" (oder wie man das nennen will :-)). Das heisst z.B., daß die amerikanische Kultur in Deutschland seit Ende des Ersten(!) Weltkrieges von vielen Deutschen quasi aufgesaugt wurde und ihnen gar nicht erst durch agressive Medienkonzerne aufgenötigt werden musste. Wenn diese Ambivalenz nicht deutlich formuliert wird, sondern gleich im ersten Kultur-Absatz nur von der Aggressivität der US-Kultur die Rede ist, kann ich das wirklich nicht stehen lassen und habe den Satz vorerst mal gelöscht. --Adornix 10:44, 17. Jan 2005 (CET)
Lieber Adornix (!? ;)), einen Eintrag über die USA inhaltlich und sprachlich gut zu machen, in kurzer Form "alles" auf den Punkt zu bringen, ist sicher eine sehr schwere und vor allem zeitaufwendige Aufgabe. So hast du sicher Recht, wenn mein Eintrag von gestern etwas zu verkürzt war. Ich habe mich im Studium sehr lange mit Mediensoziologie und der Kulturpolitik der USA im 20. Jahrhundert und ja, ich habe sicher auch tendenziell "linke" Ansichten. Die versuche ich dann allerdings auch zu begründen und nicht einseitig zu sein (was ich anderen auch vorwerfen würde). Wenn man sich die Entwicklung vor allem nach dem II. Weltkrieg genau anschaut, denke ich allerdings, dass das, was ich geschrieben habe, begründet ist. Dass muß man dann aber genauer ausführen, das mache ich demnächst mal.
Insgesammt meine ich, dass zumindest die Stellen, in die ich mal reingelesen habe sehr skizzenhaft sind und dringend ergänzt werden sollten. Dazu ist ja die Wikipedia da, dass sich da mehrere Leute dran versuchen, und möglichst auch welche, die sich ein bißchen auskennen. Deshalb habe ich das zum Überarbeiten empfohlen. Das sollte keinesfalls die Leistung derjenigen schmälern, die den Artikel erstmal soweit ausgebaut haben.
--Barb 18:45, 17. Jan 2005 (CET)
- Dass ein Wikipedia-Artikel zu einem Stichwort (in diesem Fall USA) nicht dem Umfang eines 500-Seiten-Fachbuches haben kann, versteht sich von selbst, und daher liegt das Skizzenhafte eines Lexikon-Artikels in der der Natur der Sache. Diese Seite ist mittlerweile eine der längsten im Wiki, sodass schon manche Browser warnen. Ich habe daher vor fast einem Jahr versucht, in den Kapiteln über die Innen- und Außenpolitik möglichst die wichtigsten Ereignisse zu einem einigermaßen ausgewogenen und lesbaren Artikel zu verarbeiten, und ideologische Grabenkämpfe zu vermeiden. Das Ergebnis ist im Wesentlichen seither stabil geblieben, wenn man von den Eingriffen der Ideologen und Vandalen absieht. Eine Erweiterung ist meines Erachtens nur durch eine Auslagerung gewisser Themenbereiche sinnvoll, jedoch sollte die Titelseite nicht zu einer Sammlung von Links verkommen. --S.Mielke 04:08, 19. Jan 2005 (CET)
Ja, kurz ist klar. Aber das ist ja gerade das Kunststück. Die wichtigesten Informationen präzise und kurz genug, aber nicht verkürzt darzustellen. Fand den Ansatz gut, aber eben noch sehr verbesserungswürdig. Darum bin ich ja an die "Kultur" drangegangen. Beim Absatz "Umwelt" war nur ein Satz zum Kohlenmonoxidausstoß oder so. das kann's nicht gewesen sein. Ich gucke mir das alles nochmal an und schreibe dann genauer, was ich schwierig finde. --Barb 21:45, 19. Jan 2005 (CET)
- Ziel meiner Bemühungen seit dem 31. März 2004 war es gewesen, den zuvor auf dieser Seite stattfindenden zügellosen ideologischen Auseinandersetzungen ein Ende zu bereiten, was ich seither auch als geglückt betrachten konnte (kann in der Versionshistorie nachgelesen werden).
Ich finde es auch sehr wichtig, Ideologie rauszuhalten. Ein Artikel sollte so sachlich wie möglich sein. Absolute Objektivität gibt es nicht. Zum Thema Kürze: Das ist ja gerade das Problem. Es muß aus meiner Sicht noch daran gearbeitet werden, das Wichtigste in aller Knappheit unterzubringen. Bei einigen Sachen habe ich das versucht, habe aber im Moment nicht die Zeit, das zu recherchieren. Manche Einträge sind zu kurz, manche zu lang und viele kommen nicht genug auf den Punkt. Z.B. "Bevölkerung". Da stand zum Beispiel als 2. Satz: 10 Millionen Polen sind eingewandert. aber nichts über andere Bevölkerungsguppen, die genauso wichtig waren oder wichtiger (rein von der Zahlenmenge oder dem Einfluß). Dagegen kann man bei "Politik"/ "Geschichte" und "Militär" durchaus kürzen und auf einen gesonderten Artikel verweisen.
--Barb 14:16, 20. Jan 2005 (CET)
- "Das Wichtigste in aller Knappheit unterbringen"; genau das habe ich bei den Beiträgen zur US-Innen -und Außenpolitik von Anfang an als Aufgabe gesehen, das heißt, nur die relevantesten Fakten können aus den besagten Gründen hier Eingang finden. Und um es nochmals klar zu sagen: Die politische Einstellung eines Autors darf sich in einem lexikalischen Artikel nicht widerspiegeln. Man stelle sich z.B. einen "linken Brockhaus" oder ein "rechtes Meyers Lexikon" vor, so etwas wäre der Bezeichnung "Enzyklopädie" unwürdig. Wenn sich also Sätze finden wie "es gab faschistische Tendenzen" oder "der Rassismus spielt bis heute eine starke Rolle", so ist das mit dem politisch-neutralen Standpunkt unvereinbar, und derartige Äußerungen müssen entfernt werden. Es gibt ja auch in England und Frankreich bis heute faschistoide Parteien, und in Deutschland gibt es die NPD und die DVU, ohne dass jemand auf die Idee käme, in den Deutschland-Artikel zu schreiben, es gäbe faschistische Tendenzen und der Rassismus sei auf dem Vormarsch. --S.Mielke 18:41, 20. Jan 2005 (CET)
- jain, aber nur mal hypothetisch gefragt: angenommen rassismus würde in den us-südstaaten eine große rolle spielen. wäre die information per se unenzyklopädisch? könnte man sie irgendwie belegen? oder ginge das gar nicht? -- Southpark 20:34, 20. Jan 2005 (CET)
- Wenn z.B. kurz dargelegt werden müsste, daß Black Power in den Südstaaten weniger Erfolg hatte oder es dort auch heute noch eine institutionelle verankerte Ungleichbehandlung gäbe, müsste man das evtl. erwähnen. So aber war die Formulierung doch eher nebulös --Adornix 22:54, 20. Jan 2005 (CET)
Lieber S.! Ich habe das Gefühl, du verstehst mich völlig falsch. Kann auch sein, dass ich das falsch verstehe oder mich blöd ausdrücke, und dass das an der Art der Kommunikation liegen. Also hier nochmal zur Erklärung was ich meine: 1) Faschistische Tendenzen: Ja, wennn ich einen Artikel über das politische Sytem in Deutschland heute schreiben würde, würde ich auf jeden Fall reinschreiben, das es (auch) rechtsextreme Strömungen gibt und dass es Parteien wie die DVU gibt. Ich habe mich vor ca. 1 Jahr sehr intensiv mit der Zeit der Great Depression beschäftigt. In den 30er Jahren spielten die sozialistische und kommunistische Parteien eine vergleichsweise große Rolle. Aber es gab auch im rechten Spektrum ein zwei Parteien, die in Richtung Faschismus gingen. Das ist ein Fakt und hat mit "Ideologie" nichts zu tun. Ich bewerte das ja nicht (persönlich schon, aber nicht im Text). Wie gesagt, absolute Objektivität gibt es natürlich nicht. Ich werde die Namen noch einmal genau recherchieren, die hatte ich nicht mehr im Kopf.(Als Buchtipp: Michael Denning: "The Cultural Front: The Laboring of American Culture in the Twentieth Century".)
Rassismus spielt auch de Facto in den Südstaaten der USA noch eine starke Rolle. Das wird jeder, der einmal da war und auch was mitgekriegt hat bestätigen. Offenbar muß man das anders formulieren, um das klar auszudrücken, das das keine persönlich oder ideologisch gefärbte Meinung ist. Vielleicht nmit einer Meinungsumfrage oder dem Zitat eines anerkannten Wissenschaftlers belegen (obwohl das auch problematisch ist). Und: natürlich würde ich auch in einem Artikel über Deutschland schreiben, dass es hier auch rassistische Tendenzen gibt. Wie anders soll ich das Abbrennen von Asylbewerberheimen begründen, oder Umfragen, nach denen so und soviel Prozent der Leute was grungsätzliches gegen Ausländer haben?
Zur Kürze der Artikel. Ja, du hast einen guten Grundstock angelegt. Aber ich dachte es ist Sinn der Wikipedia, dass sich andere Leute, die sich mit dem Thema auskennen das ergänzen oder verbessern. Ich gebe mir alle Mühe, dem Text meiner Vorgänger/innen durchaus mit Respekt zu begegnen.
--Barb 21:16, 20. Jan 2005 (CET)
Sah gerade, dass du gerade and der Stelle bei "Innenpolitik", wo du bei den 30er Jahren bist, etwas zum Zweiparteiensystem schreibst. Keine Ahnung warum gerade da: Aber wenn, dann mußt du darauf hinweisen, dass es (außergewöhnlicherweise!) -gerade zu der Zeit (schwere Wirtschaftskrise, sehr hohe Arbeitslosigkeit!) eben die kleineren Parteien (besonders die Sozialistische und die Kommunistische) einen vergleichsweise starken Einfluß hatten. Genaue Zahlen habe ich nicht im Kopf, die stehen aber in oben erwähnten Buch. Warum löscht du das dann einfach weg, wenn du nicht weißt, ob das stimmt oder nicht. Ich würde mich erstmal schlau machen, ehe ich aus Prinzip lösche! Schade um die Arbeit, die ich mir da gemacht habe.
--Barb 21:16, 20. Jan 2005 (CET)
Hallo Barb. Die Arbeit die Du Dir gemacht hast ist ja nicht verloren, sondern über die Versionsgeschichte jederzeit nachvollziehbar und gegebenenfalls auch wieder in den Artikel zu übernehmen. So wie ich das auf die schnelle interpretiere, hatte S. Mielke den Eindruck, daß Du selektiv (und damit wertend) einige Fakten hervorgehoben hast. Allgemein möchte ich sagen, daß gerade Artikel über die USA oder Israel oder den aktuellen Präsidenten der USA aus einer Sichtweise "kritisch" - also voreingenommen - bearbeitet werden, die man mit etwas übertreibung als Europäisch-chauvinistisch bezeichen könnte. Es gibt da auch den begriff des "Antiamerikanismus" :-) Ich meine nun überhaupt nicht, daß man jede Kritik an den USA oder an der Politik Bushs bleiben lassen sollte. Es ist aber extreme Vorsicht beim Abfassen eiens Enzyklopädie-Artikels gefragt, der doch besser nicht Ausdriuck einer zeitgeistigen und populistisch "kritischen" Haltung sein sollte, sondern möglichst neutral zu einem Hilfsmittel zur unvoreingenommenen Information gemacht werden sollte. Über den genauen Weg dazu können wir uns noch streiten... Ich mache mir jetzt mal die Mühe und schaue mir S. Mielkes Änderungen gerade mal genauer an (eigentlich wollte ich am Artikel Inigo Jones arbeiten, ich hoffe also, Ihr wisst meine Mühe zu würdigen):
- (...) die "zivilisierten", d.h. unter weiße Vorherrschaft gebrachten Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents (...)
- Hätte ich auch gelöscht, da eindeutig wertend. Kann sein, daß die Wertung "richtig" im Sinne einer kritischen Betrachtung der Geschichte der USA ist, NPOV heisst aber erstmal Fakten darzustellen, und diese nicht gleichzeitig einer impliziten kritischen Würdigung zu unterziehen.
- Erst die Kriegsvorbereitungen und der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg besiegelte ein wirkliches Ende der Krise.
- Auch für mich schwingt da die These mit, die USA hätten des Krieges aus ökonomischen Gründen bedurft. Ich empfinde die Formulierung aber als eher harmlos tendentiös :-)
- In den 30er Jahren waren allerdings die sozialistische und die Kommunistische Partei der USA vergleichsweise einflußreicht. Es gab auch faschistische Tendenzen.
- Da empfinde ich eigentlich nur den letzten Satz als bedenklich. Die "faschistischen Tendenzen" bestanden im Wesentlichen aus dem doch eher marginalisierten "Bund", der von einem deutschen Einwanderer und Spion der Nazis geführt wurde. Der Kerl wurde nach dem Krieg ausgewiesen. Natürlich kann man derlei erwähnen, etwa in einem Artikel zur Geschichte der Parteien in den USA. In einem kurzen Überblick über die Geschichte hat das aber nichts zu suchen, weil es - für meinen Geschmack - eine Bedeutung der Faschisten in den USA suggeriert, die diese nicht hatten.
- (...) Afro-Amerikaner. Diese wollten die ihnen formal längst gewährten Rechte durchsetzen.Besondere Probleme gab es in den Südstaaten, in denen Rassismus bis heute eine sehr starke Rolle spielt. wurde ersetzt durch (...) Afro-Amerikaner. Diese wollten die ihnen formal längst gewährten Rechte durchsetzen, die ihnen besonders in den Südstaaten oft vorenthalten wurden.
- Zum einen ist die zweite Formulierung sprachlich besser. Zum andern ist es einfach schwammig und doch eher pseudo-kritisch zu formulieren, dass Rassismus bis heute eine sehr starke Rolle spiele. Die Formulierung ist ungenau und impliziert die Existenz eines institutionalisierten Rassismus, die so nicht ernsthaft behauptet werden kann. Es ist vermutlich so, daß in einigen teilen der USA die weiße Mehrheitsbevölkerung stärkere rassistische Voruteile pflegt als in andern. Das wäre aber eine ebenso richtige wie banale Feststellung, der sich für so ziemlich jeden Staat der Welt treffen ließe und nichts spezifisch US-amerikanischens fasst. Der Rest des Absatzes macht die besondere Situation in den Südstaaten ausreichend deutlich.
- Allerdings wurde die Schere zwischen Arm und Reich im Land größer und der Wirtschaftsboom war auf bestimmte Branchen beschränkt.
- Kann man sich drüber streiten (über die faktische Richtigkeit ebenso wie über die Relevanz für diesen Artikel)
Das war es auch schon. Ich sehe eigentlich nicht, daß Deine ganze Arbeit zunichte gemacht worden wäre :-)
Gruß
--Adornix 22:49, 20. Jan 2005 (CET)
Lieber Adornix, ich habe mich besonders für meine Magisterarbeit im letzten Jahr sehr intensiv mit dem Thema USA im 20. Jahrhundert ausiandergestzt, aber auch bin auch allgemein an dem Thema interessiert. Deshalb habe ich mir den Artikel in der Wikipedia (bin eine relativ neue Nutzerin) vor einigen Tagen angeschaut. Und fand ihn spontan sehr verbesserungsbedürftig, habe ihn deshalb zur Überarbeitung vorgeschlagen und Änderungen vorgenommen zu Dingen, die ich noch im Kopf hatte oder die rein sprachlicher Natur waren. Mir war nicht klar, in was für ein Minenfeld ich mich begebe. Ich bin im Moment auch sehr beschäftigt. Um o.g. Korrekturen weniger polemisch (das sind sie tatsächlich manchmal, weil ich sie einfach nur beim Durcharbeiten reingeschrieben habe)und durch Zahlen untermauert einzugeben, brauche ich mehr Zeit. Die werde ich mir demnächst mal nehmen.
Ich finde es nur schade, dass ihr die Sachen auch aus einem "Bauchgefühl" ("Nö, dass kann nicht sein") einfach löscht, anstatt mal nachzugucken, was daran ist und die Sachen ggf. besser zu formulieren oder durch Zahlenangaben zu untermauern. Stattdessen wird mir "Ideologisierung" vorgeworfen, nur weil ich den nachweislichen Fakt, dass in den 30er Jahren in den USA die sozialistische und auch die Kommunistische Partei einen vergleichsweise starken Einfluß hatten, es aber auch mehrere Parteien, Gruppen (oder auch Teile der großen Parteien) mit faschistischen Ideen experimentierten, da hin geschrieben habe. Ich habe keinerelei Wertung vorgenommen.
- (...) die "zivilisierten", d.h. unter weiße Vorherrschaft gebrachten Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents (...)
das ist sicher zu "flapsig" fromuliert. Der Fakt, um den es mit hier geht, ist dass das Land ja besiedelt war. Von den Kolonisten wurde das allerdings nicht so gesehen. Als "Zivilisation" galt ihre Kultur. Wäre es also "objektiv", auch die Sicht der Kolonisten darzustellen? Ich glaube, das ist in der Geschichtsschreibung lange überholt. Aber sicher kann man das besser ausdrücken. Aber da hätte man sich ranwagen sollen, statt das einfach zu löschen.
- Erst die Kriegsvorbereitungen und der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg besiegelte ein wirkliches Ende der Krise.
Es gibt in der wissenschaftlichen Literatur mehrere Meinungen darüber, wann die große Depression vorbei war. Das ging ja nicht von einem Tag auf den anderen. Seit Mitte der 30er kam es zu einer leichten Erholung, aber man konnte nicht davon reden, dass die Krise vorbei war. Letztendlich war es so, dass mit dem Beginn der Kriegsvorbereitungen die wirtschaftliche Erholung kam, da die Rüstungsproduktion die Wirtschaft ankurbelte. Ob das nun böse Absicht oder eín für die Witschaft glücklicher Zufall war, sei dahingestellt. Schließlich haben die USA den Krieg ja bekanntlich nicht angezettelt.
- In den 30er Jahren waren allerdings die sozialistische und die Kommunistische Partei der USA vergleichsweise einflußreicht. Es gab auch faschistische Tendenzen.
- Da empfinde ich eigentlich nur den letzten Satz als bedenklich. Die "faschistischen Tendenzen" bestanden im Wesentlichen aus dem doch eher marginalisierten "Bund", der von einem deutschen Einwanderer und Spion der Nazis geführt wurde. Der Kerl wurde nach dem Krieg ausgewiesen. Natürlich kann man derlei erwähnen, etwa in einem Artikel zur Geschichte der Parteien in den USA. In einem kurzen Überblick über die Geschichte hat das aber nichts zu suchen, weil es - für meinen Geschmack - eine Bedeutung der Faschisten in den USA suggeriert, die diese nicht hatten.
Es gab verschiedene z.T. auch relevante in Richtung Faschismus tendierende Pareien und Vereinigungen. Wie die genau hießen, recherchiere ich noch einmal, habe ich nach einem Jahr einfach vergessen. Es zeugt aber von Naivität (sorry, aber sehe ich so), Faschismus immer in Zusammenhang mit dem deutschen Faschismus zu sehen. Das waren rein inneramerikanische Geschichten. Zu Beginn des Jahrhunderts bis zum II. Weltkrieg hatten Massenparteien, die totalitäre Tendenzen hatten, in der ganzen westlichen Welt eine relativ hohe Anziehungskraft und waren ein Orientierungspunkt in einer Zeit gesellschaftlichen Umbruchts in Folge der Industrialisierung. Das ist jetzt auch schwammig formuliert, weil ich die Fakten jetzt nicht spontan im Kopf habe. Aber das ist wissenschaftlich nachgewiesen, heute allerdings häufig nur noch Historikern und Fachleuten bekannt. Ich kann nur nochmal auf das Buch von Micheal Denning, "The Cultural Front" verweisen, aber es gibt dazu noch sehr viel mehr Literatur. Ich habe das im Übrigen nur dahin geschrieben, weil beim Thema Innenpolitik zwischen den 30er und den 40er Jahren spontan das Thema "Zweiparteiensystem" auftauchte, dass es seit den Sezessionskriegen gäbe. Aber eben gerade zu diesem Zeitpunkt war es eben äußerst bemerkenswert, dass es nochmal kurzfristig in Frage gestellt wurde und seitdem meines Wissens nach nicht wieder.
- (...) Afro-Amerikaner. Diese wollten die ihnen formal längst gewährten Rechte durchsetzen.Besondere Probleme gab es in den Südstaaten, in denen Rassismus bis heute eine sehr starke Rolle spielt. wurde ersetzt durch (...) Afro-Amerikaner. Diese wollten die ihnen formal längst gewährten Rechte durchsetzen, die ihnen besonders in den Südstaaten oft vorenthalten wurden.
- "::Zum einen ist die zweite Formulierung sprachlich besser. Zum andern ist es einfach schwammig und doch eher pseudo-kritisch zu formulieren, dass Rassismus bis heute eine sehr starke Rolle spiele. Die Formulierung ist ungenau und impliziert die Existenz eines institutionalisierten Rassismus, die so nicht ernsthaft behauptet werden kann. Es ist vermutlich so, daß in einigen teilen der USA die weiße Mehrheitsbevölkerung stärkere rassistische Voruteile pflegt als in andern. Das wäre aber eine ebenso richtige wie banale Feststellung, der sich für so ziemlich jeden Staat der Welt treffen ließe und nichts spezifisch US-amerikanischens fasst. Der Rest des Absatzes macht die besondere Situation in den Südstaaten ausreichend deutlich.
Das kann ich nachvollziehen. Das war zu flapsig und an der Stelle nicht relevant. So gefällt mir Diskussionskultur!
- Allerdings wurde die Schere zwischen Arm und Reich im Land größer und der Wirtschaftsboom war auf bestimmte Branchen beschränkt.
Ist ein Fakt, der ganz simpel mit Zahlen belegt werden kann und auch belegt werden muß. Da fand ich den Artikel im Übrigen implizit tendenziös. Mir persönlich ist Clinton auch weitaus sympathischer als Bush oder Reagan. Aber er war auch nicht der Wohltäter der Nation, wie es für mich ein bißchen rüber kam. Ein US-Gewerkschafter sagte mal über ihn: "Er ist der Typ, der einen kameradschaftlich in den Arm nimmt, einem dabei aber gleichzeitig ans Bein pinkelt." Und Reagan hat nicht nur das Wettrüsten geschürt, sondern auch die START-Verhandlungen mit Gorbatschow geführt, was ich mir erlaubte zu ergänzen. Soweit zum Thema Objektivität.
Aber was ich geschrieben habe, waren alles im Prinzip nur kleine Korrekturen. Ich würde es schön finden, wenn sich noch ein paar Leute finden, die Fachwissen über die USA und auch Erfahrung in der Erstellung kurzer Abrisse haben, mit denen man das Ganze überarbeiten kann. Gut finde ich die Idee, das wirklich sehr knapp zu halten und die ganzen Artikel auszulagern. Das erfordert jedoch sehr viel Zeit und Sachkunde.
--Barb 14:16, 20. Jan 2005 (CET)
- Ein letzter Versuch noch, zu verdeutlichen, worum es hier geht. Einmal angenommen, ich schriebe in den Deutschland-Artikel: "2004 gab es Wahlsiege der NPD und der DVU bei Landtagswahlen. Es gibt in Deutschland also faschistische Tendenzen, und die Brandanschläge auf Asylbewerberheime zeugen davon, dass der Rassismus bis heute in Deutschland eine sehr starke Rolle spielt...", so würde dies hoffentlich noch in der gleichen Minute gelöscht werden, da dadurch der ganze Artikel aus der Balance geriete. Und doch könnte ich darauf verweisen, dass es sich bei den Wahlsiegen der DVU/NPD sowie den Anschlägen um Fakten handelt. Eine einseitige Auswahl gewisser Einzelheiten gepaart mit pauschalen Wertungen wie "...der Rassismus spielt bis heute eine sehr starke Rolle ..." kann also einen Artikel verhunzen. Außerdem darf für einen guten Artikel die Relevanz der aufgeführten Einzelheiten nicht aus dem Blick verloren werden. Beispielsweise war auch mir bekannt, dass die Kommunisten in den 30er Jahren eine gewisse Anziehungskraft auf US-amerikanische Intellektuelle ausübten, jedoch kann niemand ernsthaft behaupten, die KP habe je einen starken Einfluß auf die US-Politik gehabt. Das ist bestenfalls eine Fußnote, die nicht in den Hauptartikel gehört. Ins Detail gehende Einzelheiten sollten in Spezial-Artikeln untergebracht werden. --S.Mielke 16:58, 22. Jan 2005 (CET)
- Ich bin ja schon der Ansicht, daß es in Deutschland "faschistische Tendenzen" gibt und der Rassismus so ziemlich grassiert...
Wenn die Kommunistische Partei nur eine Fußnote in der Geschichte der USA gewesen wäre, hätte es den McCarthyismus nicht gegeben. Heute sind sie natürlich genauso marginalisiert wie hier und auch der IWW ist nur noch ein bizarrer Haufen. Aber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das (wie auch hier) anders. Da spielt die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung eine Rolle, aber auch der McCarthyismus. Da wurde versucht, die sozialistische und kommunistischen Einflüsse, die während der Großen Depression weite Bevölkerungsschichten berührten, auszumerzen, und auch die Erinnerung daran. So würde Country vielleicht noch heute "Folk" heißen - der wurde nämlich aus Angst, mit kommunistischen Folksängern wie oder den Weavers und Pete Seeger in Verbindung gebracht zu werden, Ende der 40er erst ganz klar als "Country" bezeichnet - vorher auch noch wahlweise als Folk. Ein Fakt, der in diversen Büchern nachzulesen ist. Kann gern eine Literaturliste dazu posten. Übrigens waren es nicht nur Intellektuelle, die in dieser Zeit von der Idee des Kommunismus angezogen worden waren. Kommunisten waren sehr aktiv in der Streikorganisation der damaligen Zeit und habe eine größere Rolle in den Gewerkschaften gespielt. Ich werde nun doch mal die Bücher wälzen, um da nochmal einen eigenen Artikel dazu zu schreiben. Vielleicht ist das sowieso ein Vorschlag zur Güte: Wir sollten beide nochmal genau in die Bücher schauen und nicht einfach "aus dem Bauch raus" schreiben. Und du meinst doch nicht allen Ernstes, dass der Artikel so wie er ist gut und fertig ist? Dass das kurz sein muß, und die Details ausgelagerten werden müssen, darüber sind sich doch alle Beteiligten einig, oder nicht? Aber um das gut zu machen, bedarf es noch viel Arbeit. --Barb 23:09, 22. Jan 2005 (CET)
- Ich schreibe oder lösche nie etwas "aus dem Bauch raus", sondern nur nach sorgfältiger Abwägung bzw Recherche. Wenn Du also sachliche Fehler in meinen Artikeln entdecken solltest, kannst Du sie selbstverständlich verbessern oder löschen, ohne dass ich knurren werde, denn das gehört zu Wikipedia. Niemand ist im alleinigen Besitz der Weisheit, und deshalb werde ich Verbesserungen stets begrüßen, Verschlimmbesserungen dagegen löschen. In diesem Sinne ist ein Artikel natürlich niemals fertig. Dass die Revision Deiner Änderungen im USA-Artikel gerechtferigt war, hast Du ja zum zum Teil selbst eingestanden, also etwas mehr Gelassenheit bitte ! --S.Mielke 07:21, 23. Jan 2005 (CET)
Faschismus in den USA in den 30er Jahren
Da leider meine Anmerkungen zu den für USA-Verhältnisse sehr starken linken Einfluß, aber auch einem bemerkenswerten Erstarken extrem rechter Bewegungen in den USA in den 30er Jahren ersatzlos gestrichen wurden, möchte ich im folgenden einfach mal aus dem von mir mehrfach erwähnten Buch "The Cultural Front" von Michael Denning zum Thema Faschismus in den USA zitieren. Das Buch beschäftigt sich vor allem mit der Kulturpolitik in den 30er Jahren. Es wurde mir von meiner Amerikanistikprofessorin für meine Abschlußprüfungen empfohlen. Ich kann es nur weiterempfehlen, wenn man sich für das Thema interessiert. Da stehen viele historische Fakten drin, die aus dem populären Wissen inzwischen wieder verdrängt sind und inzwischen nur noch in diversen Fachbüchern nachzulesen sind. Zum besseren Verständnis für alle, die nicht so gut Englisch können, hier eine Rohübersetzung der Seiten 126/127.
- "Im Zusammenhang mit der Bolschwistischen Revolution und der Massenstreiks und Aufstände 1919 waren konservative und autoritäre Massenbewegungen in Europa und den USA gewachsen. Der Faschismus war zu einer ernstzunehmenden Massenbewegung in Deutschland, Italien, Österreich, Rumänien und Ungarn geworden, mehr noch, wie Michael Mann schreibt 'Der Faschismus war nur die radikalste Version einer breiteren Bewegung zwischen den Kriegen, die die Demokratie zu Gunsten einer rechtsorientierten Autoritätsherrschaft ablehnte.' In den USA hatten sich zur Mitte der Depressionszeit [gemeint ist die große Wirtschaftskrise in den 30ern] mehrere autoritäre Bewegungen entwickelt. Der modernisierte Klu Klux Klan konnt im Mittelwesten und im Südwesten eine starke Unterstützung verzeichnen und entwickelte auch in Texas und Arkansas stärkeren Einfluß. Er wurde, in den Worten eines Historikers, 'die stärkste Bewegung der extremen Rechten, die es in den USA bis dato gab'. Sowohl die Führer des Klans als auch zeitgenössische Kritiker sahen den Clan als US-Variante des Europäischen Faschismus.
- Obwohl die Einflußkraft des Clans vor dem Crash von 1929 [dem Beginn der Wirtschaftskrise] ihren Höhepunkt erreicht hatte, folgten vier unterschiedliche autoritäre Massenenbewegungen. Die erste war die relativ kleine Zahl der US-Unterstützer des europäischen Faschismus, wie der American Order of Fascisti, oder die Black Shirts, und der German-American Bund. Abwohl sie wenige Anhänger fanden, spielten sie eine bedeutende ideologische Rolle in der Verbreitung von europäischen faschistischehn Gedankengut in den Vereinigten Staaten. [weiter schreibt er über verschiedene Versuche aus extrem konservativen Wirtschaftskreisen, direkten Einfluß auf die Politik zu nehmen, z. B. die "American Liberty League"].
- Drittens gab es mehrere regionale Grasswurzelbewegungen, wie das "Share our Wealth Movement" von Huey Long, die "National Union for Social Justice" von Father Coughlin, die "Old Age Revolving Pension"-Organisation von Francis Townsend und die "Silver Shirts" von William Dudley Pelley. Diese Gruppen waren widersprüchliche Massenbewegungen die die populäre Ablehnung der Macht der Industrie mit einer Anzahl von rechten Parolen zu Rasse und Nation verknüpften. Obwohl diese Bewegungen zuerst Teil der wachsenden linken Bewegung von 1934 und 1935 zu sein schienen, die sich für soziale Gerechtigkeit und Umverteilung des Wohlstands einsetzte, wendeten sie sich eindeutig zur Rechten, als sie mit dem Erfolg des New Deal und der von der Popular Front [Sammelbegriff für verschiedene linke Gruppierungen in den 30ern] unterstützen CIO [linke Gewerkschaft, die bis in die 40er Jahre hinein starken Einfluß hatte]. [weiter beschreibt der Autor die immer stärkere Zuwendung zu eindeutig faschistischem Gedankengut. Dan fürt er noch vor allem lokal einlußreiche Quasi-Schlägergruppen auf, die die Gewerkschaftsarbeit und (Massen-)Streiks zu verhinden versuchten, die damals die amerikansiche Gesellschaft erschütterten. Diese Gruppen hatten vor allem in Industriestädten starken Einfluß, ihre "Union-Party"-Campagne auf nationaler Ebene war jedoch nicht erfolgreich.].
- Jede dieser autoritären Bewegungen benutzte Bilder von Klasse, Rasse, Religion, Nation und Geschlecht, um "das volk" zu definieren und zu organisieren. In der populären Rhetorik der Rechten war "das Volk" generell der weiße, einfache Amerikanische Mensch, der von einer Unterklasse von "Fremden" [d.h. "neuen" Einwanderern], Schwarzen und "gefallenen" Frauen bedroht wurde und von kommunistischen Agitatoren provoziert wurde."
Soweit Herr Denning. Das ganze war ein Phänomen der 30er Jahre, wobei da eben der linke Einfluß verschiedener Gruppen, Parteien und Einzelpersonen der "Popular Front" zentral war und in dieser Zeit keinesfalls eine Fußnote. In einem Hauptartikel über die USA sollte man da also einen Satz investieren und auf einen separaten Artikel verweisen, den ich demnächst (wenn Zeit) dazu anlegen werde.
--Barb 15:06, 24. Jan 2005 (CET)
Bevölkerung
Die Statistik zur Armut halte ich an dieser Stelle a) für nicht allzu angebracht (es gibt diverse Aspekte, die man da beleuchten könnte, die auch nicht minder wichtig sind), aber o.k. Nur müssen die Zahlen mit Jahresangeaben versehen werden. Da stand "im vergangenen Jahr". Ich vermute, das war 2003 und habe das ergänzt. Aber aus welchem Jahr war die Statistik, aus der das entnommen war? Ist die verifiziert? Und in welchem Zeitraum stieg die Armmut um sounsoviel %? Von 2002 auf 2003? Bitte ergänzen! --Barb 22:39, 19. Jan 2005 (CET)
Ich habe mal die 77% europäisch-stämmige Bevölkerung wieder auf die korrekten "rund 70%" zurückgesetzt. Die Hispanics sind derzeit dabei, den Afros den Rang als zweitgrößte "ethnische" Gruppe abzulaufen, darüber wird in amerikanischen Medien recht regelmäßig berichtet. Beid e gruppen etwa je 13% sind schonmal 26, da bleiben dann keine 77 mehr über :-) --Adornix 00:47, 20. Jan 2005 (CET)
Ich habe die 77% auf einer seriösen Seite gefunden (CIA ;)- steht auf der Linkliste). Allerdings hatte man da die Hispanics einfach ausgeklammert. Was ich auch problematisch fand. Aber wo hast du die 70 % her? Wenn man das so rechnet wie du, stimmt die Zahl für die Asiaten auch nicht mehr, weil das anders gerechnet ist. Da sollte man lieber mal verschiedene seriöse Quellen vergleichen (habe ich auch nicht, sondern mich auf die eine Quelle verlassen) --Barb 14:23, 20. Jan 2005 (CET)
Leider habe ich die Ausgabe der FAZ (vom Montag oder so) nicht mehr, in der stand was ich auch vor einigen Monaten schon in der New York Times gelesen hatte. Nämlich daß die Zahl der Afro-Amerikaner nur noch ganz knapp höher sei als die der Hispanics. Zwar kann ich weder für die FAZ noch für die NYT einen Link liefern, mein Gedächtnis erscheint mir aber in diesem Punkt ausnahmsweise ausreichend. In unserem Artikel steht zudem etwas von ca. 4% asiatischen Einwanderern. Wenn man das alles zusammen rechnet, bleiben 70 Prozent übrig, unter der Voraussetzung, daß es nicht noch nennenswert Einwanderer gibt, die weder schwarzafrikanischer, noch lateinamerikanischer noch ostasiatischer noch europäischer Abstammung sind. Die 77% der CIA sind wohl Produkt einer Rechnung, die wir nicht so recht werden nachvollziehen können. Evtl. wurden Einwanderer aus Lateinamerika als europäische (spanische, portugiesische?) Einwanderer gerechnet? Bis zum Auffinden verlässlicher Zahlen können wir - denke ich - die 70% mal stehen lassen, oder wir nennen für die US-Bürger mit europäischem Migrationshintergrund einfach gar keine Zahl. Übrigens halte ich diese Abstammungsrechnerei insgesamt für ziemlich fragwürdig, weil jeder einzelne Bürger einen derartigen "rassischen" Hintergrund aufgenötigt bekommt, ganz gleich, wie bunt gemischt seine Vorfahren in Wirklichkeit waren. Wann ist ein "Schwarzer" schwarz, wann eine "Asiatin" asiatisch usw.? --Adornix 14:54, 20. Jan 2005 (CET)
Zur Info: :en:Race (U.S. Census) hat ein paar Infos darüber wie die Zahlen entstehen. Wie sich die "Rasse" definiert würde ich dringend auch noch in den Artikel aufnehmen oder vielleicht zusätzlich unter Rasse (USA) einen extra Artikel anlegen :en:Race hat da auch noch ein paar historische Zusatzinfos. -- Southpark 16:21, 20. Jan 2005 (CET) (der sich immer noch darüber amüsiert, dass einer Spanierin von US-Behörden gesagt wurde, sie sei natürlich nicht "hispanic" sondern "caucasian" :-) -- Southpark 16:21, 20. Jan 2005 (CET)
Ja, die Idee mit dem Artikel zu "Rasse" finde ich gut. Ist allerdings ganz schwierig, das umfassend und gut darzustellen. Ist auch ein heikles Thema, bei dem man sehr aufpassen muß, nicht mißverstanden zu werden. Im englischen Sprachraum, aber auch (noch anders) in ganz Amerika hat ja "Rasse noch eine völlig andere Bedeutung als hier. Und das mit der Angabe der Rasse hat ja teilweise seine gute Grundidee: das z.B. bei Einstellungen nicht immer Weiße bevorzugt werden (ob das dann in der Tat auch so aussieht, würde ich noch anzweifeln). Kommt einem Deutschen natürlich erstmal extrem suspekt vor, weil es bei uns eine andere Tradition hat. Zur CIA-Rechnung: Die haben die Hispanics (= Lateinamerikaner) unabhängig von der ethnischen Herkunft ganz rausgelassen. Habe mir das nur kurz angeguckt und nicht ganz kapiert warum. Sollte aber recherchiert werden. Für die ethnische Einordnung gibt es übrigens genaue Regeln. Kein Wunder, dass deine spanische Freundin als "Caucasian" gilt - das heißt Europäisch (ist sie ja auch) und Hispanic halt Latino (oder Latina).
--Barb 21:24, 20. Jan 2005 (CET)
Hispanics können (zumindest lese ich das immer wieder als Anmerkung zu Statistiken zu diesem Thema) allen Bevölkerungsgruppen angehören. Genauer: Es gibt sowohl Hispanics weißer wie auch Hispanics schwarzer Hautfarbe; Indios (Mestizen sowieso) werden wohl ebenfalls zu den Hispanics gezählt. Ist also die Frage, ob bei den vorliegenden Zahlen die Kategorie "Hispanic" vorgesehen ist oder "weiße Lateinamerikaner" zu "caucasians" gezählt werden usw. Daerwainion 00:12, 10. Jul 2005 (CEST)
Struktur des Artikels / aktuelle Überarbeitungen
(In Fortsetzung der unter "Überarbeitung" und "Faschismus in den USA in den 30er Jahren" begonnenen Debatte)
Sicher können die Kommunistische Partei, der KKK und andere politische Organisationen in einem Artikel über die USA ausführliche Erwähnung finden. Wenn ich mir den Artikel in seiner jetzigen Form angucke, fällt mir aber vor allem auf, daß die Hälfte der US-Geschichte im Abschnitt "Innenpolitik" zu finden ist, den wir schleunigts in "Geschichte der Innenpolitik der letzten 200 Jahre" umbenennen sollten :-) Es gibt aber schon einen Abschnitt "Geschichte"!
In other words: Der Artikel ist zu lang, die neuen Passagen (und auch einige alte) gehören in den gesonderten Artikel Geschichte der USA. Es existiert auch schon ein Artikel Indianerpolitik der USA, auf den aus diesem Artikel auch schon verlinkt ist. Das gilt auch für den Abschnitt Aussenpolitik und den Abschnitt Kultur. Es gibt jeweils eigene Artikel, die überarbeitet gehören und nicht alles in den Artikel USA, der so langasam die Megabyte-Grenze überschreitet. Ich finde, wir sollten versuchen, diesen Artikel übersichtlich halten.
Die Einwände Barbs gegen meine Kritik kann ich teilweise nachvollziehen, teilweise auch nicht :-) Leider ist mir die Diskussion jetzt zuviel, weil ich gerade an anderen Artikeln sitze, die ich noch überarbeiten, bzw. erstellen möchte. Vielleicht können wir uns darauf verständigen, daß im Hauptartikel USA nicht all das gewürdigt werden kann, was Barb vorschwebt. Ich möchte sehr stark dafür plädieren, die einzelne Abschnitte dieses Artikels etwas knapper zu halten und jeweils am Ende des Abschnitts auf weitere Artikel zu verweisen, die dann Objekt der ausführlichen Überarbeitung werden sollten. Oder?
P.S.: Ich möchte Barb bitten, Bearbeitungen am Artikel angemeldet vorzunehmen, nur dann kann ich ihr die Änderungen auch zuschreiben und weiß, worüber wir reden. --Adornix 23:24, 23. Jan 2005 (CET)
- Ja, das mit der Geschichte, die in Politik steht, ist mir auch aufgefallen. Aber irgendwie ist die Aufteilung in Innen-/Außenpolitik für den Geschichtsabschnitt nicht ganz glücklich. Bin gerade am überlegen wie man das ändert. Zur Größe: so schlimme finde ich, ist das noch nicht: ich hab' mal die Exzellenten Artikel Vietnam und Argentinien angeschaut: die haben 83 bzw. 82KB, mit Bildern beide > 450 KB - mE alles eine Frage wie übersichtlich man es aufteilen kann. -- Southpark 23:33, 23. Jan 2005 (CET)
- Da hast Du wohl Recht. Mit einer guten Gliederung wäre wiel zu erreichen. Ich würde wohl dazu tendieren, die Abschnitte Innen- und Aussenpolitik in den Geschichtsteil zu integrieren, der dann sehr lang wäre und sicher Überschneidungen mit Geschichte der USA hätte (wozu dann eigentlich zwei Artikel?). Die Abschnitte Innen-und Aussenpolitik sollten doch wohl eher Beschreibungen der aktuellen Situation und Entscheidungsstrukturen etc. enthalten und weniger einen historischen Abriß. Und dann gibt es da noch den kurzen und unnötigen Artikel Außenpolitisches System der USA, den man getrost in den entsprechenden Abschnitt dieses Artikels aufnehmen könnte... Zur Wirtschaft der USA gibt es dann wieder einen ausführlichen eigenen Artikel und in diesem hier nur einen Satz mit Link. Das ist doch sehr unbefriedigend, finde ich.
- Der Artikel [Vietnam]] könnte ein gutes Beispiel für eine Strukturierung des Artikels sein. --Adornix 01:15, 24. Jan 2005 (CET)
- (nach Bearbeitungskonflikt habe ich Southparks Antwort aus der Versionengeschichte gefischt und hier angehängt:)
- Wollte ich auch machen, bin mir nur noch unschlüssig wie man das machen könnte ohne größere strukturen innerhalb des textes zu zerlegen. und danach müsste das ganze mal mit der geschichte abgestimmt werden. ansonsten gebe ich dir recht. -- Southpark 01:18, 24. Jan 2005 (CET)
Warum fängt eigentlich der Artikel nicht mit Geographie und Klima an, wie sich das für einen Länderartikel gehört? --Adornix 01:26, 24. Jan 2005 (CET)
Meine unverbindlichen Vorschläge zur Überarbeitung (habe im Moment auch leider auch nicht die Zeit, das allzu intensiv zu betreiben, wie es nötig wäre, das auch umzusetzen): Ich würde das ganze auch anders strukturieren (vielleicht orientiert an anderen Länderartikeln). Dann würde ich es auch schlauer finden, wirklich Geschichte/Innenpolitik und Außenpolitk so weit es möglich ist zu trennen, den Schwerpunkt dabei auf Geschichte legen. Oder alles unter Geschichte einordnen, weil es wirklich schwer zu trennen ist. Ich habe mir auch den Artikel zu Geschichte der USA angeschaut. Da geht's vor allem im 20. Jahhundert drunter und drüber. Im 21. steht, so weit ich mich erinnere, nur was zum Golfkrieg/11. September und Afghanistan. Die vorhergehenden Jahrhunderte wirken auf den ersten Blick erstmal so akzeptabel, aber das ist auch nicht so mein Fachgebiet.
Wie ist das nun mit der Größe? Ich finde die Idee mit der Auslagerung der Details o.k., aber wenn es groß geht, soll's auch recht sein. Man kann ja die Informationen zu einigen Dingen, wie z.B. zur Popular Front auch verlinken. Oder ich schreibe z. B. einen Artikel zu den 30er Jahren in den USA, wo halt auch Politik und Wirtschaft, aber auch Faschismus etc. in dieser Zeit genauer aufgedröselt werden. So könnt man das auch bei den anderen Themen lösen. Allerdings ist das alles auch eine Zeitfrage - um das richtig gut und exakt zu machen, ist das sehr viel konkrete Recherchearbeit. Ich habe das zwar so grob im Kopf, aber nicht mehr die einzelnen genauen Details. Man kann natürlich auch auf die englische Wikipedia zurückgreifen und da einfach Sachen übersetzen (was ich auch schon gemacht habe, aber nur bei Dingen, die ich inhaltlich einschätzen konnte). --Barb 14:22, 25. Jan 2005 (CET)
Popular Front z.B. gehört verlinkt, für diesen Artikel hier wäre das etwas zu viel an Information. Ansonsten sollte wohl wirklich eine vernünftige Umstrukturierung reichen, zuviel Auslagern erhöht die Lesbarkeit auch nicht zwangsläufig. Wir müssen nur versuchen, ein irgendwie vernünftiges Verhältnis von Geschichtsteil in USA und Geschichte der USA hinzukriegen, schließlich sollte im Geschichtsartikel ausführlichere Information zu finden sein als hier. Und was machen wir mit der Geographie? Ich sehe Arbeit auf mich zukommen, oh Gott! --Adornix 14:55, 25. Jan 2005 (CET)
- Die Gliederung des Artikels ist nun seit einem Jahr unverändert geblieben, und auch ich habe nur die vorhandene Struktur, die ich von Anfang an nicht optimal fand, mit Inhalt gefüllt. Dass sich die Inhalte von Politik und Geschichte überschneiden, ist eine Folge der bestehenden Gliederung, die zu ändern ich zugegebenermaßen keine Lust hatte, die aber längst hätte vorgenommen werden müssen, möglichst nach dem Vorbild anderer Länderartikel, z. B. Argentinien. Vielleicht kann jemand von Euch das in Angriff nehmen. --S.Mielke 21:41, 25. Jan 2005 (CET)
- Ein guter Anfang! Ich habe einfach mal den Geographie-Teil etwas erweitert, damit der Artikel nicht so dürftig anfängt. Jetzt müsste noch jemand (ich selbst senke den Blick in Scham) versuchen, die geschichtlichen Sachen aus der Innenpolitik in die Geschichte zu transferieren, ohne dabei den bisherigen Geschichtsteil einfach zu löschen. Eventuell kann man auch einen Teil des Textes nach Geschichte der USA auslagern, wo insbesondere das 20. Jahrhundert noch sehr, sehr lückenhaft ist (immerhin seit gestern von Barb und mir etwas aufgepeppt und mit Fakten angereichert).
- Ich denke, daß die Abschnitte Innen- und Außenpolitik sich auf die aktuellen politischen Strukturen (entscheidungsfindung, Verwaltung etc. evtl. eine kurzer historischer Abriß der Institutionengeschichte...) beschränken sollten. Übrigens könnte der Teil "Gliederung" etwas prominenter plaziert werden, etwa als Teil der Innenpolitik.
- Sollte das jemals was werden, können wir ja weitersehen :-)
- Disclaimer: ichweiß, ich verlange viel und leiste wenig ;-) Aber ich habe heute schon den ganzen Tag an Wikipedia-Artikeln rumgebastelt, die mir am Herzen liegen, da kann ich hier evtl. nur den Opa mit den guten Ratschlägen spielen (man denke an Waldorf und Stettler auf dem Balkon der Muppet Show...).
- --Adornix 23:34, 25. Jan 2005 (CET)
Auch schon wieder zwei Wochen her.... Für heute habe ich nur den Link auf www.aktivepolitik.de entfernt. Es handelt sich um eine eher alberne Seite, die einen mit "Kriegsverbrechen und Völkermord der USA" begrüßt, etwa ein Dutzend Texte über angebliche und wirkliche Verbrechen der USA bereithält, ganz europa-chauvinistisch eine geeinte europäische Politik gegen die USA fordert und als Feigenblättchen einen Link auf www.shoa.de bietet. Bäh! --Adornix 20:54, 5. Feb 2005 (CET)
Menschenrechtsverletzungen der USA
Neues Kapitel Menschenrechte eingefügt. Erster Inhalt:- Den USA werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen im In- und Ausland sowie Kriegsverbrechen vorgeworfen, wie z.B. die Inhaftierung und der Mord an Bürgerrechtlern (wie an Martin Luther King), Unterdrückung und Diskriminierung der indianischen und schwarzen Minderheiten, Menschenversuche zum Test ihrer Atomwaffen, sowie Folter (wie in Guantanamo und Abu-Graib im Irak). 149.225.68.33 22:53, 11. Feb 2005 (CET)
- Den USA wegen der Atomwaffentests und Martin Luther King Vorwürfe zu machen ist ungefähr so aktuell wie Deutschland immer noch den Holocaust vorzuhalten...Seb.so 22:47, 26. Apr 2005 (CEST)
Kalter Krieg
Hallo an alle,!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ich finde die bisherige Darstellung der Rolle der USA im ersten Golf Krieg gibt nicht die Tatsachen richtig wieder. Bevor ich eine Veränderung vornehme wollte ich hier meine Einwände äussern.
1) zu behaupten das die "Ab den 1970er-Jahren bestand US-Außenpolitik zum Teil aus taktisch begründeter Unterstützung von Regierungen autoritärer Regime, (...) Die mangelnde Voraussicht dieser Politik zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den (...) falschen Leuten zugute kam:" Ist eine Behauptung die durch nichts gestützt werden kann. Sie setzt ja förmlich eine naive Haltung vorraus und verharmlost die Politik. War da vielleicht doch eine Absicht dahinter? 2) "(...) der irakische Diktator Saddam Hussein massiv unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte." Gilt das gleiche wie bei Punkt 1. Die wichtige Tatsache das die USA gleichzeitig den Iran mit Waffenbeliefert haben und so eine Niederlage des Regimes verhindert haben kommt auch hier nicht zum Ausdruck.
Zwischen Resumee: Die Politik der USA als Naiv darzustellen ist falsch. Sie war eine knallharte Macht- und Interessenspolitik. Und das meine ich auch ohne jegliche moralische Bewertung (Um es kurz zu machen: Sie legimiert sich ja gerade dadurch das die Regierungsvertretter (Politiker usw.) ja sich zum Wohle ihrer NAtion einzusetzen haben). Daher sollte das auch so in dem Artikel herausgearbeitet werden.
Allgemeine Kritik: Ich beschäftige mich erst seit paar Tagen mit dem USA Artikel daher habe ich mich noch nicht so intensiv damit beschäftigen können. Das zur Klarstellung. Nun die Kritik :-): Der Artikel verkürzt viele Tatbestände und ist viel zu unkritisch. Ich habe den Eindruck das dies zu ändern gern mit dem Hinweis "erschwert" wird das doch der Artikel viel zu lang ist. Das finde ich nicht. Der Artikel gehört auch nicht zu einer der längsten Länder Artikel in Wikipedia (siehe: Vietnam und Türkei).
Das soll es erstmal sein.
mfg
--Oktay78 19:51, 19. Feb 2005 (CET)
- ein zu langer artikel erschwert es aber wirklich; ein überarbeiten wäre z.b. auch durch auslagern von details möglich; warum nicht einen extra-artikel für Politik? .. und nur die allerwichtigsten stichpunkte in den USA-Artikel?! ... nur eine idee ...Sicherlich Sicherlich 19:59, 19. Feb 2005 (CET)
Amtssprache
Huch, wo ist denn die Fussnote bei der Amtssprache hin verschwunden?
Im Übrigen haben die USA keine offizielle Amtssprache, Englisch hat sich als Umgangssprache auch in den Behörden und für Gesetzestexte durchgesetzt. -- Benzh 22:47, 2. Mär 2005 (CET)
Habe das deshalb auch grade geändert. Im Text steht es ja richtig drin. Darouler 15:15, 13. Jun 2005 (CEST)
Überarbeiten2
Hallo, ganz dringend müßte wenigstens mal die Gliederung korrigiert werden: Unter Innenpolitik stehen haufenweise Sachen, die in den Geschichtsteil gehören (ich glaube jedenfalls nicht, dass der New Deal von 1932 irgendwas mit der aktuellen Politik zu tun hat, Außenpolitik ist eigentlich auch nur Geschichte, und unter Geschichte selber steht eigentlich gar nichts? Mwka 14:54, 16. Mär 2005 (CET)
Hoho, ich bin ja auch sehr für Überarbeiten und stimme deiner Anmerkung grundsätzlich zu - aber gerade der New Deal hat sehr viel mehr mit der aktuellen Innenpolitik zu tun, als man gemeinhin vermuten mag (die ganze Diskussion um Krankenkassen, Sozialversicherung etc. die heute wieder/noch aktuell sind. Aber ausführlicher sollte er im Geschichtsteil besprochen werden (es gibt ja auch einen separtaten Artikel - vgl. New Deal, Franklin Delano Roosevelt, Great Depression). Barb 18:29, 25. März 2005 (CET)
Gesundheitssystem und seine Angaben
Im Teil des Gesundheitssystem ist eine falsche Angabe im Bezug auf die Einwohneranzahl (über 41 Millionen der ca. 293 Millionen) Es sind laut Wikipedia (Stand Januar 2005) 295.267.686
Was haltet ihr von einem Abschnitt "Menschenrechte", das doch bei anderen Ländern auch zur Gliederung gehört? In Anbetracht der Verletzung von Menschenrechten auf dem Territorium von Guantánamo Bay scheint dies doch ein wichtiges Thema zu sein.
- ja bin dafür - bitte erstelle diesen Abschnitt. Ich habe dafür auch gleich etwas zur fehlenden Presse- und Informationsfreiheit in den USA anzubieten:
fehlende Presse- und Informationsfreiheit
Wie der Maulkorb der Regierung gegen die US-Presse (speziell gegen Newsweek) wegen der Berichterstattung über geschändete Koranausgaben im Mai 2005 zeigte, gibt es in den USA keine Pressefreiheit. (aus http://www.heise.de/tp/r4/a... ) 213.7.178.122 19:25, 20. Mai 2005 (CEST)Sperrung
Make Abgleich mit US-Geschichte, nicht (edit-)war :-) -- Southpark 15:53, 14. Jun 2005 (CEST)Wie lange bleibt dieser Artikel gesperrt? Das geht doch nicht ewig so weiter, oder? -- Bhuck 08:09, 30. Jun 2005 (CEST)
- Ist erstmal wieder entsperrt. -- Southpark 09:30, 30. Jun 2005 (CEST)
Vorschläge für Zusätze:- 1915 annektierten die USA Haiti und besetzten das Land bis 1934, 1916 bis 1924 die Dominikanischen Republik, 1917 bis 1919 Kuba.
- Zwischen 1917 und 1919 besetzte US-Militär die russische Stadt Wladiwostok.
- 1964 griffen die USA mit 10.000 Soldaten Laos an und besetzten das Land bis März 1970; 1965 marschieren sie mit 64.000 Marinesoldaten in der Dominikanischen Republik ein und installieren nacheinander zwei Regierungen.
- 1983 marschieren die USA in Grenada ein und setzen eine Marionettenregierung ein.
- 1989 besetzen US-Truppen Panama, dabei werden 5000 Einwohner getötet; die USA verschleppen den Präsidenten in die USA.
- Nach der Besetzung Kuwaits durch den Irak entsenden die USA 1990 Tuppen nach Saudi-Arabien, um das dortige Regime zu stützen und um einen Angriff auf den Irak vorzubereiten.
- 1999 annektieren die USA zusammen mit anderen NATO-Staaten Teile Jugoslawiens; die US-Truppen sind im Kosovo bis heute (2005) noch anwesend.
Abgelehnt: "Annektion" bedeutet "Einverleiben ins Staatsgebiet". Ist nicht erfolgt. Worte wie "Marionettenregierung" oder "verschleppen" sind wertend und damit POV. Der behauptete Angriff auf den Irak möge bitte nachgewiesen werden (und zwar, bitte, aus seriösen, nichttendenziösen Quellen). Formuliere Deine Änderungen bitte neu. Wie bereits in den Buchungskommentaren erbeten. --Unscheinbar 16:06, 14. Jun 2005 (CEST)
Nach mehreren erfolgten Super-POV-Artikeln: Diskussion als sinnlos abgebrochen; die Einfügungen bleiben abgelehnt. --Unscheinbar 16:18, 14. Jun 2005 (CEST)
Wieso kann man sich nicht einfach einigen, und die neutralere Version des obigen Vorschlags einfügen?
Antrag: Verschiebung von USA nach Vereinigte Staaten von Amerika
Entsprechend dem sonst üblichen Verfahren beantrage ich eine Verschiebung des Inhaltes von USA nach "Vereinigte Staaten von Amerika" (alternativ nach VSA). Es ist im Rahmen der Wikipedia unüblich Länder nach ihren eigenen/landessprachlichen Bezeichnungen oder Abkürzungen einzufügen. So findet sich beispielsweise das Königreich Großbritannien unter eben diesem Stichwort und nicht unter UK oder United Kingdom oder Frankreich unter Frankreich statt France oder République française. -- 217.237.149.170 18:44, 25. Jun 2005 (CEST)
- Wozu der Aufwand, es besteht doch der Redirect von Vereinigte Staaten von Amerika! Der Vorschlag mit VSA ist Unsinn und gibt deinem sonst prinzipiell sinnvollen Beitrag einen Beigeschmack, als wolltest du dich über uns lustig machen. In der Wikipedia werden keine neuen Abkürzungen erfunden. USA ist im deutschen Sprachgebrauch wohl vielfach häufiger zu finden als Vereinigte Staaten von Amerika. --TDLacoste 19:03, 25. Jun 2005 (CEST)
- Es ging darum den Artikel nach "Vereinigte Staaten von Amerika" zu verschieben. Jedoch ist VSA im Gegensatz zu USA eine sinnvolle Abkürzung für den Terminus "Vereinigte Staaten von Amerika". Die Abkürzung USA ist, auf Basis der deutschen Sprache, grundsätzlich unverständlich - unabhängig ob sie gebräuchlich ist oder nicht. "Zum Beispiel" wird AFAIK auch mit "Z. B." statt "F. B." oder "E. g." abgeküzt. Wenn in der Wikipedia keine neuen Abkürzungen erfunden werden, kann ich mir die Weiterleitung die zur Zeit auf VSA liegt nicht erklären - sie wurde definitiv nicht von mir angelegt. Ferner sind Abkürzungen für Staaten grundsätzlich inoffiziell und somit bis zu einem gewissen Grade erfunden - gebräuchlich oder nicht. Daher auch der Antrag das Ganze auf die offizielle (deutsche) Bezeichnung zu legen und gleichzeitig eine Struktur im Rahmen der Wikipedia zu verfolgen, die ansonsten bei allen ähnlich gelagerten Beiträgen (Frankreich, Königreich Großbritannien, usw.) verfolgt wurde. Wenn in bzw. von der Wikipedia keine Struktur er- bzw. gewünscht ist, dann sollte alles so bleiben wie es ist. -- 217.237.149.171 20:59, 25. Jun 2005 (CEST)
- Ich favorisiere ebenfalls "Vereinigte Staaten von Amerika". VSA finde ich dagegen ziemlich unsinnig. --Sascha Brück 21:04, 25. Jun 2005 (CEST)
- Die Existenz von VSA hat mich auch überrascht. Dies hat jemand vor einem Jahr eingestellt, und anstelle einer berechtigten Löschung hat Triebtäter einen Redirect daraus gemacht. Ich denke nicht, daß man die Existenz als Argument für die eine oder die andere Seite verwenden sollte. Nach dieser Abkürzung wird sowieso niemand suchen. Du hast aber recht, daß der Artikel vielleicht eher unter dem richtigen Namen als unter einer (wie weit auch immer gebräuchlichen) Abkürzung liegen sollte. Ein (einfach zu bewerkstellendes) Verschieben auf Vereinigte Staaten von Amerika mit einem redirect von USA hätte aber den Nachteil, daß die Beobachtungslisten der meisten Benutzer nicht mehr auf die aktuelle Version zeigen würden. Für dich als nicht angemeldeten Benutzer ohne Beobachtungsliste spielt das allerdings keine Rolle. Laßt uns noch ein paar mehr Stimmen dazu abwarten. --TDLacoste 21:16, 25. Jun 2005 (CEST)
- die beobachtungsliste zieht beim Verschieben mit um ...Sicherlich Sicherlich 13:19, 26. Jun 2005 (CEST)
- Unter Wikipedia:Namenskonventionen steht (derzeit) Bei Abkürzungen hat es sich bewährt, den Artikel unter dem gebräuchlicheren Namen zu verfassen (also entscheiden: Langform oder Abkürzung), und vom weniger üblichen eine Weiterleitung einzurichten. Mir scheint, dass "USA" gebräuchlicher ist als "Vereinigte Staaten von Amerika". -- Wuzel 15:22, 27. Jun 2005 (CEST)
- Der Vergleich hinkt. Diese Textstelle erklärt nur, warum der Artikel unter dem Lemma "USA" und nicht unter "United States of America" steht. --Sascha Brück 15:42, 27. Jun 2005 (CEST)
- Richtig. Aber es hat sich (so mein Eindruck) nicht nur bei Abkürzungen bewährt, den Artikel unter dem gebräuchlicheren Namen zu verfassen, sondern prinzipiell. -- Wuzel 16:17, 27. Jun 2005 (CEST)
- Versteh ich jetzt ehrlich gesagt nicht, USA ist auch im deutschen Sprachgebrauch die mit Abstand häufigste Verwendung, und jetzt unbedingt ein nicht-englisches-wort zu suchen kann es ja wohl auch nicht sein.. -- Southpark 00:15, 30. Jun 2005 (CEST)
Es scheint sich keine klare Mehrheit für ein Verschieben zu ergeben, also bleibt alles beim alten. Ich erkläre diese Diskussion somit (eigenmächtig) für beendet. --TdL 14:07, 19. Jul 2005 (CEST)
- Alles Quatsch. Ich hab auch USA eingegeben.--Brummfuss 00:44, 22. Jul 2005 (CEST)
Super Artikel, aber
irgendwie konnte ich nicht weiterlesen: sollte man nicht, kann man nicht, ich fände es besser, die "Außenpolitik/Geschichte" in chronologische Reihenfolge zu bringen!? --Brummfuss 00:44, 22. Jul 2005 (CEST)- Ähm, ja, tatsächlich, das steht auch schon länger auf meiner todo.. -- Southpark 14:12, 11. Aug 2005 (CEST)
Aus Artikel verschoben
Weil zu lang, zu spezifisch für den Artikel hier:
Kolumbus
1. Vorkolumbische Geschichte
Amerika ist vermutlich ursprünglich ein "menschenleerer" Kontinent gewesen. Erste Einwanderung (Jäger und Sammler) aus dem asiatischen Sibirien über die damals noch festländische oder vereiste Beringstraße ist seit etwa 15 000 v.Chr. (vielleicht schon früher) nachweisbar. Es gab auch Einwanderung über den Stillen Ozean, von Südasien her, über die pazifische Inselwelt. Kulturstufe der Mittelsteinzeit vermutlich seit 10 000 bis 2500 v.Chr.; früheste bekannte Menschenfunde: Fischgrätenhöhle bei Reno (Nevada) um 9500 v.Chr. und Santa-Rosa-Insel (kalifornische Küste) um 8000 v.Chr.; allmählicher Übergang zu sesshafter Lebensweise (steinzeitliche Talkulturen, Anfänge der Keramik), Besiedlung des ganzen Doppelkontinents bis Südpatagonien. Weitere Einwanderungswellen aus Südostasien über den Stillen Ozean, beginnend wahrscheinlich gegen Ende des 3. Jh.s v.Chr. Auch weiterhin Einsickern nomadisierender Jägervölker aus Sibirien, die aber meist im Norden des Kontinents blieben. Jäger, Sammler und Pflanzer entwickelten Hochkulturen, besonders in Mittelamerika und im Hochland von Peru. Aufnahme des Landbaus, später vor allem Maiskultur. Kulturzentrum war Mexiko mit der Teotihuacan-Kultur, davon stark beeinflusst das Reich der aus Nordamerika in Mexiko einbrechenden Tolteken (5./6. Jh. n.Chr.) und die Mayastaaten in Guatemala, San Salvador und auf der Halbinsel Yucatán. Im 13./15. Jh. n.Chr. bildete sich auf dem mexikanischen Hochland das Reich der kriegerischen Azteken, der Nachfolger der Tolteken. In Peru seit 1200 das Inkareich, Höhepunkt im 15. Jh. n.Chr.
2. Entdeckungsgeschichte vor Kolumbus
Um 1000 landeten zum ersten Male Europäer an der Atlantikküste Amerikas: 981 Entdeckung Grönlands durch den Wikinger Erik den Roten; 985 n.Chr. sichtete der Isländer Bjarni, durch Stürme vom Kurs nach dem von Erik dem Roten besiedelten Grönland abgetrieben, die Küste von Nordamerika; Leif, der Sohn Eriks, und dessen Bruder landeten in "Helluland" (wahrscheinlich Labrador), "Markland" (wahrscheinlich Neuschottland oder Neufundland) und "Vinland hit goda" = das gute Weinland, d.h. wahrscheinlich südlich des St.-Lorenz-Golfs. Daueransiedlung aber durch Indianerüberfälle unmöglich, immerhin noch Schiffsverbindung bis zum 14. Jh.; später Kenntnisse von Amerika in Europa bis Kolumbus fast ganz verloren gegangen.
3. Kolumbus und nachkolumbische Geschichte
Nach Sperrung der alten West-Ost-Handelswege von Europa nach Indien durch die Türken Suche nach neuen Seewegen zu den Reichtümern Ostasiens, vor allem durch Portugal und Spanien; die Erkenntnis von der Kugelgestalt der Erde führte zu Versuchen, Indien auf dem Westweg über den Atlantik zu erreichen. Als Erster landete der Genuese Christoph Kolumbus (in spanischen Diensten) 1492 auf Guanahani, einer der Bahama-Inseln, in der Annahme, Indien von Westen her erreicht zu haben ("Westindien"), entdeckte Kuba, Haiti ("Hispaniola"); Entdeckungen 1493 bis 1496: die Kleinen Antillen, Jamaika, Puerto Rico; Entdeckungen 1498: die Nordküste Südamerikas; Entdeckungen 1502 bis 1504: die Küste Mittelamerikas. 1497/98 erreichte der Venezianer Caboto Neufundland, die Cap-Breton-Insel, den St.-Lorenz-Golf bis zur Hudsonmündung, Entdeckung Kolumbiens (1499) und der La-Plata-Länder (1518); 1513 gelangte Balboa über den Isthmus von Darien (Panama) und sichtete die Südsee, den Stillen Ozean; im selben Jahr landete Juan Ponce de Leon in Florida. Dias de Solis erkundete 1515/16 die Ostküste Südamerikas; 1517 durchforschte Hernandez de Cordoba Yucatán (Maya-Kultur). Entscheidender Fortschritt: Magellan umsegelte 1519/20 als erster Südamerika (Straße nach ihm benannt) und durchquerte den Stillen Ozean.
Den Entdeckungen folgten Eroberungen, Zeit der Konquistadoren: Nach der Erkundung der mexikanischen Küste (1518) wurde 1519 bis 1521 Mexiko von Cortes erobert, die Kulturen der Azteken wurden vernichtet. Nicaragua wurde von Gil Gonzales de Avila entdeckt (1522). Die Welser erschlossen Venezuela, das ihnen Kaiser Karl V. 1527 verpfändete. Pizarro eroberte 1531 bis 1536 das Inkareich (Peru), Almagro, dessen Rivale, Chile, Paraguay und Bolivien (1535 bis 1537). Gleichzeitig mit dem spanischen Kolonialreich entwickelte sich ein portugiesischer Kolonialbesitz. Grundlage für die Abgrenzung der beiden rivalisierenden Kolonialmächte war die Demarkationslinie, von Papst Alexander VI. auf Wunsch des spanischen Königs Ferdinand 1493 festgelegt und durch den spanisch-portugiesischen Vertrag von Tordesillas 1494 bestätigt (21. Grad als Grenzlinie, die aber fehlerhaft festgelegt wurde, so dass Brasilien portugiesisch, Argentinien, Mexiko usw. spanisch wurden). Brasilien von Cabral als Erstem betreten, wurde seit 1530 von Portugiesen kolonisiert; die erste Einfuhr von Sklaven aus Afrika 1574 (in Mittelamerika bereits 1502).
Weitere Erfolge der Entdeckungsfahrten: Um eine Nordwestpassage zu erschließen, fuhr Frobisher 1576-1578 entlang der Küste Labradors bis zur Hudsonbai, fand John Davis 1585-1587 die nach ihm benannte Davisstraße (zwischen Grönland und Baffinsland); 1607 gelang Hudson die nordöstliche Einfahrt in das Polarmeer zwischen Spitzbergen und Grönland; 1725-1728 segelte Vitus Bering östlich durch die nach ihm benannte polare Meeresstraße, die Amerika von Asien trennt.
Erst im 16./17. Jh. traten England und Frankreich in der Neuen Welt als Kolonisatoren auf, Frankreich in Kanada und im Mississippi-Gebiet, England an der Atlantikküste, wo die "Neuenglandstaaten" entstanden; erste englische Kolonie Virginia (1607), Landung der Mayflower in Plymouth (1620); Neuenglandkolonien: Massachusetts (1630), Providence und Rhode Island, Connecticut, New Maren, New Hampshire, Maine, New Jersey, Pennsylvania, Maryland, Carolina und Georgia. Frankreich machte schon im 16. Jh. Versuche mit kolonialen Niederlassungen, die sich indes nicht hielten: 1541 Cartiers Kolonie bei Quebec, Colignys Hugenottensiedlung in Florida. Im Zuge der Kolonialpolitik Richelieus mehrere Gründungen: Port Royal in Akadien (1604), Quebec, Three Rivers und Montreal in Kanada (in der ersten Hälfte des 17. Jh.s); 1682 das große Gebiet beiderseits des Mississippi: Louisiana; ferner Handelsplätze auf Martinique, Guadeloupe und Barthelemy. Die Niederlande gründeten 1626 auf der Insel Manhattan Neu-Amsterdam (später New York). Die Rivalität zwischen England und Frankreich verursachte dauernde Kämpfe auch im kolonialen Amerika: 1629 Kanada vorübergehend in englischem Besitz, im Utrechter Frieden 1713 verlor Frankreich Akadien, Neufundland und die Hudsonbai an England. Die Entscheidung fiel im Kolonialkrieg, gleichzeitig mit dem Siebenjährigen Krieg, aus dem England siegreich als größte Kolonialmacht hervorging: Die französischen Truppen, vom Mutterland nicht genügend unterstützt, unterlagen den englischen; 1759 Eroberung Quebecs nach einem nächtlichen Überraschungsangriff des englischen Heeres. Der Friede von Paris (1763) sprach Kanada den Engländern zu, Louisiana wurde spanisch. 12 Jahre später Aufstand der 13 englischen Kolonien 1775, der zum Krieg mit dem Mutterland (Unabhängigkeitskrieg) und zur Gründung der Vereinigten Staaten von Nordamerika führte. Nur Kanada blieb britische Kolonie. In der ersten Hälfte des 19. Jh.s machte sich auch das spanische und portugiesische Südamerika unabhängig: Entstehung der selbstständigen Staaten Lateinamerikas. Die europäische Kolonialpolitik auf dem amerikanischen Kontinent war damit bis auf kleine Reste beendet.
Die machtpolitische Überlegenheit der Vereinigten Staaten von Nordamerika (USA) beherrschte von jetzt ab (wirtschaftlich und in zweiter Linie erst politisch) den Doppelkontinent: bis 1927 in der Form des Imperialismus, dann durch eine Politik des "guten Nachbarn" weiter auf dem Weg einer staatlichen "Dollardiplomatie". Im Zweiten Weltkrieg traten fast alle lateinamerikanischen Staaten an der Seite der Vereinigten Staaten in den Krieg. 1948 entstand in Bogotá unter der Führung der USA die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Kennzeichnend für das Verhältnis der USA zu den Staaten Lateinamerikas ist das gegenseitige wirtschaftliche Interesse und das Bemühen, die Ausbreitung des Kommunismus in den von sozialen und politischen Unruhen geprägten Ländern Lateinamerikas zu verhindern.
MIST_WO GIBTS DENN HIER DIE NATURKATASTROPHEN????
absicht? nein...bitte ändern!
In God we trust (Amerika ist schwul und dreckig, ab 1956) - Evocater 17:42, 31. Aug 2005 (CEST)
- Erledigt! Warum nicht selbst? Aragorn05 18:06, 31. Aug 2005 (CEST)
- Wusste ja nicht, was dort eigentlich stehen sollte. Aber das hätt mir eigentlich einfallen können, stimmt. -Evocater 18:48, 5. Sep 2005 (CEST)
Linkliste (Löschvorschlag)
Neben recht nützlichen Links findet sich neuerdings auch eine private Homepage mit privaten Bildern einer Schülerin in der Linkliste.http://www.judith-usa.de - Information über die USA
Soll das so bleiben? Da gesperrt sollte sich mal einer der Moderatoren diese Seite anschauen. Meiner Meinung sind die dort angebrachten Infos nicht über das Vorhandene der Wikipedia hinausgehend.
- link entfernt, seite entsperrt. -- Southpark 12:19, 24. Sep 2005 (CEST)
- wow das ging schnell - aktiver Moderator, Danke
Bildvorschlag
http://en.wikipedia.org/wik... ist sehr aufschlußreich. Wenn jemand, der was von Bildern versteht, das Bild hierher kopieren würde, wäre es ganz gut. --Bhuck 13:07, 12. Okt 2005 (CEST)
- Kopieren braucht man da nichts, da es ja schon auf Wikipedia Commons liegt! Die Frage ist eher, ob z.B. die Legende nicht übersetzt werden müsste. Interessant finde ich das ganze auf jeden Fall! --Aragorn05 14:35, 12. Okt 2005 (CEST)

Bildvorschlag von Bhuck
Bildherkunft
Ich könnte den Text übersetzen, kann aber die Grafik nicht verändern.--Bhuck 14:48, 12. Okt 2005 (CEST)- Ja eine Einbindung unter "Bevölkerung" wäre sinnvoll. Ich kann es übersetzen und auch die Grafik verändern, hab aber leider nicht die nötige Zeit im Moment. Vielleicht findet sich ja hier noch jemand? Das Bild könnte dann evtl. auch in Deutsche in den USA implementiert werden, wenn der Artikel mal erstellt wird ;-). --Aragorn05 15:20, 12. Okt 2005 (CEST)
- Hallo von den USA. Ich Antriebskraft dieses Bild. Ich bin Sie denke froh, daß es informativ ist. Sind hier einige andere, die Sie auch mögen können. Ich entschuldige mich für meinen schlechten Deutschen. Cheers! --69.44.116.57 18:54, 13. Okt 2005 (CEST)
- :en:Image:German1346.gif
- :en:Maps of American ancestries
So, habe mir mal die Arbeit gemacht und bitte um Revision! Bevor es eingestellt wird sollte aber auch noch der Wahrheitsgehalt überprüft werden.
Aragorn05 13:08, 15. Okt 2005 (CEST)
Übersetzung von Aragorn05
BildherkunftDeutsche in den USA erstellt und Bild eingefügt ;) --Snorky 21:11, 6. Dez 2005 (CET)
das bild des siegels der usa ist unvollständig es fehlt die rückseite(die pyramide auf dem 1$ schein)--Rostam 15 00:06, 9. Dez 2005 (CET)
Frühes 20. Jahrhundert
Guten Tag an alle.
Dieser Satz irritiert mich bisschen. "Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg." Soll man das so intepretieren, dass nur die USA alleine für die Beendigung des Ersten Weltkrieges verantwortlich ist, weil sie noch kurz vor dem ersichtlichen Ende eingesprungen ist? Wenn es anders gemeint ist, dann bitte ich um Aufklärung. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, das die USA - die eigentlich überhaupt keine wirkliche Hauptrolle - auch in militärisch-industrieller Hinsicht - im Ersten Weltkrieg gespielt hat, ihn auch gewonnen hat?! Was den Zweiten Weltkrieg anbelangt, so kann man das noch so stehen lassen. Trotzdem klingt dies ebenfalls bisschen überheblich "Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potential der USA die Entscheidung." Zwar war die militärische und industrielle Unterstützung der USA allgegenwärtig, doch auch ohne dieser, war die Niederlage des Deutschen Reiches unausweichlich gewesen. Ich möchte mit meinen Einwänden hier keine Diskussion über die Weltkriege und den Einfluss der USA auf diese entfachen, weil es diese schon zu genüge gibt. Ich möchte nur gewusst haben, wie diese beiden Zitate das genau meinen.
- Der Satz ist so gemeint, dass sich bei nahezu gleich verteilten Kräften (beim 1. Weltkrieg kann man bis 1917 in etwa davon ausgehen) durch das Hinzukommen eines zusätzlichen Potentials die Waagschale eindeutig zugunsten der dadurch verstärkten Partei neigt. Das heißt natürlich keineswegs, dass die USA den Krieg allein entschieden hätten, zumal Franzosen und Briten auf alliierter Seite die Hauptlast des Krieges trugen.
- Beim 2. Weltkrieg sieht die Sache zwar auf den ersten Blick etwas anders aus, vor allem was die Verteilung der Kräfte anbelangt. Jedoch muss man sich hier die Situation von 1941 vergegenwärtigen: Alle europäischen Staaten außer Großbritannien und SU waren von Hitlerdeutschland besiegt oder neutralisiert, wobei die SU gewaltige Verluste an Menschen und Territorium erlitten hatte und zudem noch befürchten musste, im Osten von Japan angegriffen zu werden. (erst Richard Sorge konnte Stalin Entwarnung geben.). So eindeutig, wie es im Nachhinein erscheint, war die Lage also 1941 nicht. Dass Hitlerdeutschland wegen der aus den größenwahnsinnigen Eroberungen folgenden imperialen Überdehnung der Kräfte langfristig auf jeden Fall gescheitert wäre, dieser Auffassung bin auch ich, jedoch ist eine Niederwerfung innerhalb von 4 Jahren (von 1941 an) ohne Eingreifen der USA gar nicht vorstellbar. Hier trat nun das militärisch-industrielle Potential der USA besonders eindrucksvoll zu Tage, da sie simultan sowohl Hitlerdeutschland als auch Japan besiegten (natürlich auch hier nicht allein). Daher halte ich meine Formulierung, dass dieses Potential sowohl im 1. wie im 2. Weltkrieg die Entscheidung brachte, für berechtigt. --S.Mielke 00:07, 23. Nov 2005 (CET)
USA vs. Vereinigte Staaten
In dem Wikipedia:Meinungsbilder/Einheitliche Ländernamen wurde noch einmal beschlossen, das Lemma alle Länder/Staaten nach der amtl. Bezeichnung in D-A-CH zu benennen, sofern die Bezeichnung in den drei deutschsprachigen Ländern einheitlich ist. Daneben wurde eine Ausnahmeliste von Ländern/Staaten verabschiedet, in der die "Vereinigten Staaten" nicht aufgeführt war. Ich habe aus diesem Grund das Lemma verschoben (mir helfen lassen) wohl weißlich, dass USA die in Wikipedia verbreiteste Bezeichnung ist, aber dafür gibt es ja Redirects. --Haring Haring 14:58, 27. Nov 2005 (CET)
- Warum hast Du nicht das Lemma "Vereinigte Staaten von Amerika" gewählt? -- 84.191.36.211 19:46, 27. Nov 2005 (CET)
- Weil Vereinigte Staaten die einheitliche amtl. Kurzform in D-A-CH ist und es schon lange eine Vereinbarung hierzu gibt (Vereinigte Staaten von Amerika ist nur die Langform). In Wikipedia:Namenskonventionen/Staaten kann man das, einschl. Quellen, nachlesen. Das Meinungsbild hat das noch einmal bestätigt, aber eine Ausnahmeliste (nach hitzigen Einzeldiskussionen auf den Diskussionsseiten, z.B. Elfenbeinküste oder Osttimor) verabschiedet. Die Vereinigten Staaten sind aber nicht in dieser Ausnahmeliste, weil es eben eine einheitliche Kurzform gibt und kein Übersetzungsproblem besteht.
- ??? -- 84.191.69.39 23:07, 27. Nov 2005 (CET)
- Heißt das "ich verstehe nur Bahnhof" oder "ich sehe das anders"? --Haring Haring 23:32, 27. Nov 2005 (CET)
- Ich habe den Eindruck, dass Du Dich zu wichtig nimmst. -- 84.191.69.39 23:45, 27. Nov 2005 (CET)
- Das war jetzt aber schwer aus "???" herauszulesen. Zu Deinem Eindruck kann ich leider nichts sagen, weil ich da parteiisch bin. --Haring Haring 23:52, 27. Nov 2005 (CET)
Sklaverei und Rassentrennung
Im Artikel wird nur von Farbigen Amerikanern geschrieben, aber andere Volksgruppen z.B Latinos oder Asiaten wurden doch genauso diskriminiert oder nicht??
80.128.64.163, 18:25, 30. Nov 2005 (CET)
Natürlich, außerdem ist der Artikel zu den Sezessionskriegen zu kurz. Er erklärt nur mangelhaft dessen Entwicklung und Ziele.
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Vereinigte Staaten und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).
















