Satyr

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Der Artikel Satyr gehört zur Kategorie: Griechische Mythologie
Satyrn, in der griechischen Mythologie Waldgeister im Gefolge des Dionysos, nach einigen Söhne des Hermes und der Iphthime oder des Sikenos, sind mutwillige Gesellen von robuster, ungeschlachter Gestalt, mit struppigem Haar, stumpfer, aufgeworfener Nase, zugespitzten Ohren und einem Ziegenschwänzchen oder kleinen Pferdeschweif. bild:Satyr.jpg|Satyr Image:Sleeping_satyr_or_barberin_faun_glyptothek_munich.jpg|Satyr Bild:William-Adolphe Bouguereau (1825-1905) - Nymphs and Satyr (1873).jpg|Bouguereau, Satyr mit Nymphen Image:Satyr playing flute Louvre MR187.jpg|Jugendlicher Satyr mit Flöte, Louvre Als Genossen des Dionysos lieben sie den übermäßigen Genuss des Weins und erscheinen bald mit dem Pokal, bald in bacchischem Taumel mit dem Thyrsos, bald dem Schlaf ergeben, bald kelternd, auch auf der Flöte blasend oder das Cymbalum schlagend, öfters auch mit den Nymphen zu raschen Tänzen vereinigt oder diese lüstern verfolgend. Ein Satyr zeichnet sich durch seine besondere animalische Lüsternheit aus, so dass heutzutage ein übertrieben sinnlich fühlender Mensch im alltäglichen Sprachgebrauch auch als Satyr bezeichnet wird.

Sie zeigen sich als den Menschen feindliche, Schrecken erregende Dämonen. Die ältern Satyrn werden vorzugsweise Silene genannt und haben meist Glatzen und Bärte; die jüngeren heißen Satyrisken. Ihrem Wesen nach sind sie die Repräsentanten des üppigen und ausgelassenen Naturlebens, die rohere Seite dessen, was bei Dionysos veredelt und verklärt erscheint.

In späterer Zeit sind Satyrn und Satyrisken oft mit den Panen und Panisken verwechselt und infolge davon mit Hörnern und Bocksfüßen dargestellt, von römischen Dichtern auch mit den Faunen identifiziert worden.

Die griechische Kunst kennt in der älteren Zeit nur bärtige Silene, in welchen das tierische Element oft zum hässlich Grotesken ausgeprägt ist. Im Lauf der Zeit gewinnt dann daneben eine jugendlichere Form der Satyrn Geltung, in der das Tierische nur leise angedeutet auftritt, und deren schadhafte Anmut den Satyr als würdigen Gespielen des Weingottes erscheinen lässt.

siehe auch: Chimäre, Satyrspiel, Liste von Fabelwesen, Satyriasis, Don-Juan-Komplex

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Der Wissensstand von damals kann inzwischen überholt sein. Wenn du sicher bist, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, und dies mit Quellen belegt ist, dann kann dieser Hinweis aus dem Artikel entfernt werden.

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Satyr


Inwiefern bildet denn das Bild, das die Statue zeigt, einen "Satyr" ab? Mir scheint es, als sei die abgebildete Person lediglich ein "normaler" Mensch, da sie keinerlei Zeichen bspw. eines tierischen Unterleibs aufweist.

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Was soll denn "ungeschlachter" heißen ? Weiss das jemand ? Benutzer: Wilm Wilmink 14:46, 20.10.2005

Genau dieser Punkt ist mir auch aufgefallen. Daneben deuten die vielen Siehe-auchs auf Halbwissen hin. Wäre schön wenn es jemand gerade ziehen könnte. --Siehe-auch-Löscher 14:22, 2. Mai 2005 (CEST)

Das genannte Bild zeigt den sogenannten "Barberinischen Faun", eine hellenistische Skulptur um 200 v. Chr. Die Skulptur ist auch als "schlafender Satyr" bekannt und ist in der Münchener Glyptothek zu betrachten.
Es ist wohl als abstrahierte Darstellung eines Satyrs oder Fauns zu verstehen, da zwar die tierischen Merkmale fehlen, andere Attribute wie ein Blätter- und Beerenkranz vorhanden sind.
Dieses Zitat der Skulpturenhalle Basel sei zur Verdeutlichung gestattet:
"Der sogenannte «Barberinische Faun» stellt einen schlafenden Satyr dar. Dieses Wesen der griechischen Mythologie gehört zum Gefolge des Dionysos, welcher als Gott des Weines und des Rausches verehrt wurde. Dass es sich beim Schlafenden um einen Naturdämon handelt, verdeutlicht der tierische Schwanz. Das Weinlaub in seinem Haar und das Pantherfell, auf dem der Schlafende liegt, sind Elemente, die auf den dionysischen Umkreis hinweisen; die Panflöte hinter dem Felsen hinwiederum ist ein konkreter Hinweis auf einen Satyrn." (Quelle: http://www.skulpturhalle.ch... 13:27, 11. Mai 2005 (CEST)

Bocksfüße oder nicht

Ich stelle eine neue Version des Artikeln ein, Hauptquelle ist Meyers. Vom Originalartikel ist nur wenig (die Bilder, ein Satz und die Verweise) enthalten. Diese Version klärt -- hoffentlich -- auch die Frage: "Bocksfüße oder keine".



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Satyr und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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