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Der Artikel Marokko gehört zur Kategorie: Staat, Marokko, Mittelmeer, Monarchie
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| Wahlspruch: الله، الوطن، الملك (Gott, Land, König) | |||||||||
| Amtssprache | Arabisch | ||||||||
| Hauptstadt | Rabat | ||||||||
| Staatsform | Konstitutionelle Monarchie | ||||||||
| König | Mohammed VI. | ||||||||
| Premierminister | Driss Jettou | ||||||||
| Fläche | 458.730 km² (ohne Westsahara) | ||||||||
| Einwohnerzahl | 32.209.101 (Stand Juli 2004) | ||||||||
| Bevölkerungsdichte | 70 Einwohner pro km² | ||||||||
| BIP/Einwohner | 1.433 US-$ (2004) | ||||||||
| Unabhängigkeit | von Frankreich und Spanien am 2. März 1956 | ||||||||
| Währung | Marokkanischer Dirham (MAD) | ||||||||
| Religion | Muslime (98,7%) Christen (1,1%) Juden (0,2%) | ||||||||
| Zeitzone | UTC | ||||||||
| Nationalhymne | Hymne Chérifien | ||||||||
| Kfz-Kennzeichen | MA | ||||||||
| Internet-TLD | .ma | ||||||||
| Vorwahl | +212 | ||||||||
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Das Königreich Marokko (المملكة المغربية ) ist ein Staat in Nordwest-Afrika.
Es grenzt an Algerien, Mauretanien, die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, den Atlantik und das Mittelmeer.
Marokkos Südgrenze bleibt jedoch wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines UNO-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten.
Landesname
Während sich das Land in der eigenen offiziellen Staatsbezeichnung "al-Mamlakah al-Maghribiyah" anspruchsvoll und eher allgemein als "Maghrebinisches Königreich" bezeichnet (bis in die 1960er übrigens "Scherifisches Maghrebinisches Königreich") hat sich international die europäische Ableitung des Namens der ehemaligen Hauptstadt Marrakesch für das gesamte Königreich Marokko durchgesetzt.Geographie
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Die wichtigsten Städte sind (Stand Volkszählung 2. September 2004):
- Casablanca: 2.933.684 Einwohner
- Rabat: 1.622.860 Einwohner
- Fès: 946.815 Einwohner
- Marrakesch: 823.154 Einwohner
- Agadir: 678.596 Einwohner
Siehe auch: Liste der Städte in Marokko
Bevölkerung
Rund 60% (Januar 2005) der Bevölkerung leben in Städten. Nordmarokko mit der alten Metropole Fes sind eher arabisch, Südmarokko und dessen Metropole Marrakesch eher berberisch geprägt.
Sprache
Die landesweite Amtssprache ist Arabisch. Von Marokkanern berberischer Abstammung werden auch diverse Berbersprachen (Tachelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair, und ehemals auch Judeo-Berberisch) gesprochen. Französisch wird im gesamten Land als Geschäfts- und Bildungssprache benutzt, verliert aber langsam an Bedeutung bei der Bevölkerung. Im Norden Marokkos wird zusätzlich Spanisch gebraucht (aber auch andere westliche Sprachen). Im Süden ist Französisch sehr angebracht um sich zu verständigen. Englisch ist kaum verbreitet.Religion
99% der Bevölkerung sind Muslime (80 % Sunniten, 19 % Schiiten), 0,9 % Christen und 0,1% Juden. Der Islam in Marokko ist durchaus liberaler als in anderen arabischen Staaten, was vermutlich mit der engen Bindung an Europa zusammenhängt. Nicht mehr alle Frauen tragen ein Kopftuch oder Schleier. Besonders in den Städten kleiden sich immer mehr Frauen nach europäischen Vorbild betont modisch. Auch alleine Ausgehen ist für Frauen zumindest in den Städten kein Problem mehr.Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Marokkos
Marokko wurde seit Beginn der historischen Überlieferung von Berberstämmen bewohnt, die im 3. Jahrhundert v. Chr. das Königreich Mauretanien bildeten. Nach der römischen Herrschaft mussten sich die Berber am Ende des 7. Jahrhunderts den Muslimen unterwerfen. Schnell wurde der Islam von den Berbern übernommen, doch kam es wegen Diskriminierungen durch die arabischen Muslime bald zu Aufständen. Diese führten schon im 8. Jahrhundert zur Bildung eigenständiger Reiche. Die bedeutendsten Dynastien im Mittelalter waren die Almoraviden, die Almohaden und Meriniden. Den Almoraviden gelang im 12. Jahrhundert sogar die erstmalige Vereinigung des Maghreb unter dem Einschluss von Andalusien. Die folgenden Dynastien blieben in ihrer Herrschaft weitgehend auf Marokko beschränkt. Seit dem 15. Jahrhundert war die Berberbevölkerung auch weitgehend arabisiert. Mit den Alawiden kam im 17. Jahrhundert die bis heute in Marokko regierende Dynastie an die Macht. Sie konnte die Unabhängigkeit des Landes gegenüber den europäischen Kolonialmächten lange behaupten und musste erst 1912 das französische Protektorat anerkennen. Doch schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg war Frankreich gezwungen, Marokko in die Unabhängigkeit zu entlassen (1956). Im selben Jahr gab auch Spanien sein 1912 besetztes an der marokkanischen Mittelmeerküste gelegenes Protektorat Spanisch-Marokko zurück.
1925/26, 1971/72 und 1983 mißlangen Versuche, eine Republik Marokko zu errichten.
1976 annektierte Marokko nach dem Grünen Marsch von 1975, an dem über 350.000 unbewaffnete marokkanische Zivilisten teilnahmen, die benachbarte Westsahara, die bisher als Kolonie von Spanien verwaltet wurde und vorher unter weitgehendem marokkanischem und (gebietsweise) mauretinischem Einfluss stand. Der damalige König Marokkos, Hassan II., bat den internationalen Gerichtshof in Den Haag um ein Urteil, das die historische Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko belegen sollte. Der internationale Gerichtshof in Den Haag sprach Marokko jedoch sämtliche Besitzansprüche auf die besetzten Gebiete ab, worauf Marokko das Urteil schlicht ignorierte. Die UNO forderte Marokko auf, in einer Volksabstimmung die verbliebene und die vertriebene Bevölkerung der Westsahara über Freiheit oder Zugehörigkeit zu Marokko entscheiden zu lassen. Hassan II. stimmte diesem Vorgehen zu, die Abstimmung hat jedoch bis heute nicht stattgefunden. Indes betreibt Marokko eine umfassende Besiedlungspolitik in der Sahara, wohl um den marokkanischen Bevölkerungsanteil bis zur Abstimmung groß genug werden zu lassen. Ein Teil der saharouischen Bevölkerung lebt in Flüchtlingslagern in der algerischen Sahara. Wegen der Aufnahme der Arabischen Demokratischen Republik Sahara in die Afrikanische Union (AU) hat Marokko als einziger afrikanischer Staat es vorgezogen, nicht Mitglied der AU zu sein.
Siehe auch: Westsaharakonflikt, Liste der Könige Marokkos, Liste der französischen Generalresidenten für Marokko, Liste der Premierminister von Marokko.
Politik
Marokko ist eine konstitutionelle Monarchie, deren derzeitiges Staatsoberhaupt, seit dem 23. Juli 1999, König Mohammed VI. ist. König Mohammed VI. gehört der Dynastie der Alawiden an, die seit über drei Jahrhunderten über Marokko herrscht. Er ist nicht nur weltliches, sondern als Führer der Gläubigen auch geistiges Oberhaupt der marokkanischen Bevölkerung. Der König ernennt nicht nur den Premierminister, der in der Regel von der stärksten politischen Partei des Parlamentes vorgeschlagen wird, sondern auch das gesamte Kabinett und verfügt daneben über zahlreiche Befugnisse, die seine Position als mächtigste Instanz des Staates untermauern. Im Vergleich zu europäischen Monarchien hat der marokkanische König weitergehendere Kompetenzen, wobei jedoch in der Praxis der Premierminister die politischen Tagesgeschäfte führt.
Derzeitiger Premierminister ist seit dem 7. November 2002 der parteilose Driss Jettou. Marokko verfügt seit einer konstitutionellen Reform von 1996 über ein parlamentarisches Zweikammernsystem aus Nationalversammlung und Senat. Darüber hinaus gewährt die Verfassung des Landes eine unabhängige Judikative. Die Richter des Obersten Gerichtshofes werden vom König ernannt.
Siehe auch: Politisches System Marokkos
Außenpolitik
Marokko war das erste Land, welches die jungen Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1777 offiziell anerkannte. Der "Moroccan-American Treaty of Friendship" von 1783, welcher von US-amerikanischer Seite von John Adams und Thomas Jefferson unterzeichnet wurde, ist somit auch Amerikas längster ungebrochener Freundschaftsvertrag mit einem anderen Staat. Die US-Marokkanischen Beziehungen sind so gut, dass die Vereinigten Staaten Marokko den Status eines Hauptverbündeten Alliierten außerhalb der NATO (Major Non-Nato Ally) im Juni 2004 zuerkannten (Quelle: background note on Morocco, Oct. 2004 des US-Außenministeriums).Marokkos Politik ist dediziert pro-westlich und pro-europäisch, wobei es starke politische, kulturelle und auch soziale Bindungen zu Europa unterhält.
Mit Spanien existieren noch ungelöste Territorialstreitigkeiten über die Exklaven Ceuta und Melilla, sowie über die küstennahen Inseln Isla Perejil, Chafarinas, Alhucemas und Vélez de la Gomera. Die Souveränität Spaniens über die genannten Gebiete werden von Marokko nicht anerkannt. Der Streit eskalierte 2002, als marokkanische Truppen die Isla del Perejil besetzten. Ein spanisches Armeekommando überwältigte die marokkanischen Soldaten unblutig und repatriierte sie.
Regionen und Provinzen
Im Rahmen eines Dezentralisierungsprogramms wurden 1997 die Provinzen zu Regionen zusammengefasst.| Region | Fläche (in km²) | Einwohner (2.9.2004) | Provinz | Einwohner (2.9.2004) |
|---|---|---|---|---|
| Chaouia-Ouardigha | 7.010 | 1.655.660 | Ben Slimane | 199.612 |
| Khouribga | 499.144 | |||
| Settat | 956.904 | |||
| Doukala-Abda | 13.285 | 1.984.039 | El Jadida | 1.103.032 |
| Safi | 881.007 | |||
| Fès-Boulemane | 19.795 | 1.573.055 | Boulemane | 185.110 |
| Fès | 977.946 | |||
| Moulay Yacoub | 150.422 | |||
| Sefrou | 259.577 | |||
| Gharb-Chrarda-Béni Hsen | 8.805 | 1.859.540 | Kénitra | 1.167.301 |
| Sidi Kacem | 692.239 | |||
| Grand Casablanca | 1.615 | 3.631.061 | Casablanca | 2.949.805 |
| Médiouna | 122.851 | |||
| Mohammedia | 322.286 | |||
| Nouaceur | 236.119 | |||
| Guelmim-Es Semara | 122.825 | 462.410 | Assa-Zag | 43.535 |
| Es Semara | 60.426 | |||
| Guelmim | 166.685 | |||
| Tan-Tan | 70.146 | |||
| Tata | 121.618 | |||
| Laâyoune-Boujdour | 139.480 | 256.152 | Boujdour | 46.129 |
| Laâyoune | 210.023 | |||
| Marrakesch-Tensift-El Haouz | 31.160 | 3.102.652 | Al Haouz | 484.312 |
| Chichaoua | 339.818 | |||
| El Kelaâ des Sraghna | 754.705 | |||
| Essaouira | 452.979 | |||
| Marrakesch | 1.070.838 | |||
| Meknès-Tafilalet | 79.210 | 2.141.527 | El Hajeb | 216.388 |
| Errachidia | 556.612 | |||
| Ifrane | 143.380 | |||
| Khénifra | 511.538 | |||
| Meknès | 713.609 | |||
| Oriental | 82.900 | 1.918.094 | Berkane | 270.328 |
| Figuig | 129.430 | |||
| Jerada | 105.840 | |||
| Nador | 728.634 | |||
| Oujda-Angad | 477.100 | |||
| Taourirt | 206.762 | |||
| Oued ed Dahab-Lagouira | 50.880 | 99.367 | Aousserd | 20.513 |
| Oued ed Dahab | 78.854 | |||
| Rabat-Salé-Zemmour-Zaer | 9.580 | 2.366.494 | Khémisset | 521.815 |
| Rabat | 627.932 | |||
| Salé | 823.485 | |||
| Skhirate-Témara | 393.262 | |||
| Souss-Massa-Daraâ | 70.880 | 3.113.653 | Agadir-Ida ou Tanane | 487.954 |
| Chtouka-Aït Baha | 297.245 | |||
| Inezgane-Aït Melloul | 419.614 | |||
| Ouarzazate | 499.980 | |||
| Taroudannt | 780.661 | |||
| Tiznit | 344.831 | |||
| Zagora | 283.368 | |||
| Tadla-Azilal | 17.125 | 1.450.519 | Azilal | 504.501 |
| Béni Mellal | 946.018 | |||
| Tanger-Tétouan | 11.570 | 2.470.372 | Chefchaouen | 524.602 |
| Fahs-Anjra | 97.295 | |||
| Larache | 472.386 | |||
| Tanger-Asilah | 762.583 | |||
| Tétouan | 613.506 | |||
| Taza-Al Hoceïma-Taounate | 24.155 | 1.807.113 | Al Hoceïma | 395.644 |
| Taounate | 668.232 | |||
| Taza | 743.237 | |||
Oued ed Dahab-Lagouira, der größte Teil von Laâyoune-Boujdour und Teile von Guelmim-Es Semara bilden die Westsahara, deren Zugehörigkeit zu Marokko international nicht anerkannt ist.
Wirtschaft
Marokko ist reich an Phosphat, weshalb ca. 75 % des weltweit geförderten Phosphats aus Marokko stammt. Daneben gibt es Rohstoffvorkommen von Phosphor, Erdöl, Erdgas, Kohle, Salz, Eisenerz, Blei, Kupfer, Zink, Silber, Gold, Mangan, Nickel, Kobalt. Seinen Bedarf an Energie kann Marokko nur zu rund 13 % aus eigenen Mitteln decken.
Die Landwirtschaft Marokkos macht 16 % am BIP aus (Stand: 2003), kann jedoch als wichtigster Wirtschaftssektor betrachtet werden, da hier ca. 43 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind. Angebaut werden Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Oliven, Zitrusfrüchte, Baumwolle, Wein, Mandeln, Datteln und Tabak. Die Viehzucht in den Steppen der Meseta, im Osten des Landes und in den Gebirgen wird teilweise nomadisch betrieben (Schafe, Ziegen, Rinder, Esel, Kamele, Pferde). Rund 10 % des Waldbestandes sind Korkeichen (Marokko ist der drittgrößte Korkproduzent der Erde). Küsten- und Hochseefischerei an der Atlantikküste sind bedeutend für den Export.
Im Industriesektor, dem Bergbau und der Bauwirtschaft werden insgesamt 33 % des Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet (Stand: 2003). Die Industrie verarbeitet vor allem die Agrar- und Fischfangerträge. Wichtig ist auch die Textilindustrie, wobei aber auch die traditionelle Verarbeitung von Leder, Textilien und Metall nach wie vor eine Rolle spielt. Des Weiteren sind die Produktion von elektrotechnischen Gütern, die Metallverarbeitung, die Produktion von Autoteilen und die chemische Industrie maßgebend für den marokkanischen Industriesektor.
Im Dienstleistungsbereich werden 53 % (Stand: 2003) des BIP Marokkos erwirtschaftet, wobei es sich hierbei hauptsächlich um Dienstleistungen den Tourismus betreffend handelt. Etwa 80 % der Touristen die Marokko besuchen sind Europäer.
Außenwirtschaft: Exportiert werden jährlich Güter in einem Gesamtwert von ca. 7,1 Mrd. Euro (Stand: 2003). Hauptexportgüter des Königreiches sind Nahrungsmittel und Tabak, welche ca. 33,6 % des Exportvolumens ausmachen, Konsumgüter (22,1 %), Phosphate und Düngemittel (21,7 %) sowie Fisch und Fischereiprodukte (14,5 %). Hauptabnehmer marokkanischer Güter sind Frankreich (27 %), Spanien (13 %), Großbritannien (8 %) sowie Deutschland und Italien (jeweils 6 %). Importiert werden nach Marokko jährlich Güter im Gesamtwert von ca. 9,6 Mrd. Euro. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um industrielle Vorprodukte und Halbfertigwaren (23,8 %), Maschinen und Transportmittel (20,2 %) sowie Nahrungsmittel (13,5 %). Hauptlieferanten dieser Importgüter sind Frankreich (24,3 %), Spanien (9,8 %) und Großbritannien (6,0 %).
Eine der weitaus wichtigsten Einnahmequellen Marokkos sind jedoch vor allem die Geldüberweisungen der im Ausland lebenden und arbeitenden Marokkaner. Allein in Europa leben ca. 1 Million marokkanische Arbeitsemigranten, die durch ihre Überweisungen für eine Devisenzufuhr von etwa 2,2 Milliarden Euro sorgen, eine Summe welche die Einnahmen aus dem Tourismus oder dem Export von Phosphaten übersteigt und somit unerlässlich für Marokko ist.
Marokko verfügt über eine marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsordnung, welche den Schutz des Eigentums, Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit und Wettbewerb vorsieht. Zu Zeiten Hassans II. stellte Marokko einen Antrag zur Aufnahme in die EG, welcher jedoch abgelehnt wurde. Marokkos Ziel der EU beizutreten ist mit der Unterzeichnung eines Assoziationsabkommens mit der EU im Jahr 1996 (in Kraft getreten im Jahr 2000) ein Stück näher gerückt. Seit den 1990ern gilt die marokkanische Wirtschaft als liberalste und offenste Volkswirtschaft des Maghreb. Seit den späten 1980er Jahren bemüht sich das Königreich seine Staatsbetriebe zu privatisieren, wobei bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt weniger als ein Viertel dieser staatlichen Unternehmen diesen Prozess durchlaufen haben. Erst vor Kurzem erlaubte Marokko ausländischen Kreditinstituten den Erwerb von Minderheitenbeteiligungen an marokkanischen Banken. Eine weitere Öffnung des Marktes für ausländische Investoren wurde bereits angekündigt.
Mit den Vereinigten Staaten von Amerika wurde eine Freihandelszone vereinbart. Das US-marokkanische Freihandelsabkommen wurde am 22. Juli 2004 vom US-Senat bei einer Stimmenmehrheit von 85 zu 13 ratifiziert und wird, sobald es in Kraft tritt, den Handel für 95 % der Industrie- und Konsumgüter ohne Zölle ermöglichen und den Handel mit Agrargütern für beide Länder erheblich erleichtern. Für das Jahr 2010 ist auch die Verwirklichung einer Freihandelszone mit der EU geplant.
Verkehr
Marokko hat Flughäfen in Casablanca, Tanger, Rabat, Tétouan, Al Hoceïma, Fès, Oujda, Marrakesch, Ouarzazate, Essaouira und Nador. Der für den Tourismus wichtigste Flughafen ist Agadir. Ebenfalls vorhanden sind Autobahnen.
Kultur
- Nationalfeiertag ist der 30. Juli (Thronbesteigung des Königs).
- Liste der zum Weltkulturerbe gehördenden Stätten in Marokko
Weblinks
- Seite des Auswärtigen Amtes Deutschland
- Beziehungen zwischen Marokko und der EU (auf Englisch)
- Morocco, aus dem CIA World Factbook (auf Englisch).
- Berberische Musik aus Marokko zum online anhören mit Texten und Biographien
- Reiseinfos zu Marokko auf Wikitravel
ast:Marruecos nds:Marokko scn:Maroccu simple:Morocco zh-min-nan:Morocco
Diskussion der Autoren über den Artikel: Marokko
Zur Wirtschaft Marokkos
Ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor Marokkos ist zweifelsohne der hier nicht erwähnte Cannabisanbau und die Haschischherstellungen. Mindestens 15.000 Tonnen Jahresproduktion, Ärger mit den anderen Staaten deswegen, usw. Das sollte integriert werden.Hallo! ich hab da mal ne frage!! 16% BIP durch Landwirdschaft, 39% durch Verarbeitung, bau, usw.. ud 53% durch dienstleistung? da wären wir schon bei 102%! da passt doch was nicht oder :)
Als Monarchie sollte Marokkos Staatsoberhaupt der König sein, der Ministerpräsident dagegen nur Regierungschef. Joerch
Natuerlich ist der Koenig das Staatsoberhaupt, und zwar das absolute. Zudem ist er auch noch das religioese Oberhaupt. --Rfboell 02:51, 26. Feb 2004 (CET)
Schade eigentlich dass ein diktatorisches System hier nicht so nennen darf, von wegen "neutraler Standpunkt" usw. blabla...sei ruhig du vogel
Eine Enzyklopaedie soll Wissen vermitteln, vermittelt hier aber bekannt falsche Informationen.--Rfboell 22:02, 2. Mär 2004 (CET)
- Da bist Du wohl falsch informiert.
- Hier steht nichts falsches. Marokko ist eine Monarchie, und es gibt eine Verfassung. Also konstitutionelle Monarchie.
- NPOV hindert Dich nicht daran, im Artikel zu schreiben, dass ai die Menschenrechtslage in diesem Land kritisiert, dass der König laut Verfassung weitgehende Befugnisse hat usw.
- Sei mutig, und schreibe einen Abschnitt zur Politik dieses Staates.
- --Zenogantner 11:31, 4. Mär 2004 (CET)
- Marokko ist der demokratischste aller arabischen Staaten.
- Der Menschenrechtsbericht für Marokko des U.S. State Department aus dem Jahr 2004 zeigt ein recht gutes Gesamtbild der dortigen Lage. Von "diktatorischem System" kann schon lange nicht mehr die Rede sein. --213.146.115.42 15:06, 1. Mai 2005 (CEST)
Verteilung nach Religionen: In der Übersicht stimmen die Zahlen mit denen des CIA World Factbook überein. Im Artikel selbst steht aber, daß 0,6% Juden in Marokko leben (statt 0,2%). Widerspruch? Gibt's eine andere Quelle? --213.146.115.42 11:19, 14. Okt 2005 (CEST)
Zum Namen des Königs: Der jetztige König heisst Mohammed VI, nicht Muhammad VI. Sein Grossvater hiess Mohammed V. Dies steht so in deren Carnet d'Etat Civil. Die Schreibweise "Muhammad" ist nicht nur völlig falsch, sie ist in Marokko unüblich und äusserst selten anzutreffen. Der Artikel zu Mohammed VI trägt leider den falschen Namen im Titel. Falls jemand weiss wie's geht, bitte entsprechend umbenennen und darauf verweisende Links anpassen. --213.146.115.42 20:29, 5. Mai 2005 (CEST)
Der König heisst Mohamed VI, nicht Mohammed VI (mit ein m). --217.254.72.64 23:55, 3. Aug 2005 (CEST)
[[ Wikipedia:Qualitätsoffensive/Themenabstimmung/Thema#Bebilderung von Artikeln]]
"Bilderkandidat" --Bummler 15:03, 10. Nov 2004 (CET)
Hallo, mehr Informationen auch unter www.maroczone.de. Viele Grüße
!! Karte / Artikel nicht neutral !!
Hallo,
Im Artikel steht u.a.:
"Marokkos Südgrenze bleibt jedoch wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines UNO-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten."
Nur am Rande, die Lösung hängt nicht definitiv von einem Referendum ab. Auch eine politische Lösung, wie sie Marokko vorschlägt, könnte, wenn algerien beispielsweise akzeptieren würde, zur Beendigung des Konflikts führen. Das ist aber nicht Gegenstand der Diskussion in diesem Posting.
Wenn die Südgrenze umstritten ist, warum ist sie in der Karte im Artikel klargezogen? Die Karte zeigt Marokko ohne die Sahara. Dies ist jedoch nicht neutral, sondern entspricht einer bestimmten politischen Position. Die Kommentare in Textform helfen nicht. Ich finde diese Karte muss durch eine alternative ersetzt werden.
Wie kann dies geändert werden?
Es ist von grösster Bedeutung für diese Enzyklopädie, dass das Prinzip der absolut neutralen Informationsvermittlung bewahrt bleibt.
Menschenrechtslage in Marokko
Im Spiegel-Online-Newsletter war am 10. Oktober zu lesen:
"Nach ihrem gescheiterten Fluchtversuch in die spanische Exklave Melilla droht 400 Afrikanern ein grausamer Tod in der marokkanischen Wüste. Die marokkanischen Behörden hätten die Elendsflüchtlinge zusammengetrieben und ohne Wasser oder Nahrung in der Wüste ausgesetzt, berichtet die Organisation Ärzte ohne Grenzen."
Sollte da nicht ein Abschnitt "Menschenrechte" o. ä. zum Artikel hinzugefügt werden?
Marokko kann ja noch so pro-westlich und pro-europäisch sein, aber wenn das Obige stimmt, dann ist es mit den Menschenrechten nicht weit her.
Nach neuesten Informationen sollen die Flüchtlinge von Marokko via Flugzeuge in ihre Heimatländer ausgeflogen worden sein.
Wenn bei anderen Ländern auch ein Abschnitt "Menschenrechte" steht, warum nicht? Man könnte ja dann z.B. die Einschätzung Marokkos (und anderer Länder) durch ai, hrw, und dem US state department (Link dazu steht schon weiter oben) einfügen.




