Kreon

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Der Artikel Kreon gehört zur Kategorie: Griechische Mythologie, Literarische Figur
In der griechischen Mythologie war Kreon (Herrscher) Sohn des Menoikeus, Vater von Haimon und Ehemann von Eurydike, als Bruder von Iokaste auch Schwager von Oidipus und Onkel von Antigone, Ismene, Eteokles und Polyneikes.

Als Ödipus als König von Theben zurücktrat, gab er das Königreich seinen beiden Söhnen Eteokles und Polyneikes, die vereinbarten, jährlich abwechselnd zu regieren. Sie machten jedoch auf Ödipus nicht den Eindruck, an der Regentschaft interessiert zu sein, so dass er sie für ihre Nachlässigkeiten rügte. Nach dem ersten Jahr verweigerte Eteokles den Rücktritt, so dass Polyneikes Theben mit seinen Verbündeten angriff (den Sieben gegen Theben). Beide Brüder kamen in der Schlacht um.

Kreon, der nun den Thron von Theben bestieg, dekretierte, dass Polyneikes nicht beerdigt werden dürfe. Antigone, Polyneikes Schwester, missachtete die Anordnung, wurde aber gefasst. Kreon bestimmte, dass sie lebendig beerdigt werden solle, obwohl sie mit seinem Sohn Haimon verlobt war. Antigones Schwester Ismene erklärte daraufhin, Antigone geholfen zu haben, und forderte das gleiche Schicksal für sich.

Die Götter drückten durch den blinden Propheten Teiresias ihre Unzufriedenheit mit Kreons Entscheidung aus, was ihn dazu brachte, seine Anordnung aufzuheben, und Polyneikes selbst zu beerdigen. Antigone hatte sich in der Zwischenzeit selbst getötet, um nicht lebendig begraben zu werden. Als Kreon an ihrem Grab erschien, wurde er von Haimon angegriffen, der sich anschließend selbst tötete. Als Eurydike von seinem Tod erfuhr, beging auch sie Selbstmord.

Siehe auch Epigone

Kreon in weiterer Bedeutung war der König von Korinth und Vater von Kreusa und Glauke. Seine Frau verkaufte Tisiphone in die Sklaverei.

Kreon war auch der erste Archon von Athen, nachdem diese Aufgabe auf ein Jahr begrenzt worden war, also im Jahr 683 v. Chr..

Literatur

  • Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, dtv, München 1994. ISBN 3-423-30030-2 <ddb>
  • Michael Grant und John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. dtv, München 2004. ISBN 3-423-32508-9 <kvk>
  • Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie - Quellen und Deutung. rororo, Hamburg 2001. ISBN 3-499-55404-6 <ddb>



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Kreon und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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