Aleppokiefer

Toplinks zu diesem Thema:
Deutschland, Enthalten, Familie, Griechenland, Harz, Herstellung, Informationen, Inseln, Istrien, Italien, Kroatien, Mittelmeer, Nordsee, Papier, Winter, Zeit


Der Artikel Aleppokiefer gehört zur Kategorie: Nacktsamer, Baum
Aleppokiefer
Abbildung
Aleppokiefer (Pinus halepensis), in Vrsar (Orsera) in Istrien.
Bildherkunft

Systematik
Abteilung: Nadelholzgewächse
(Pinophyta)
Klasse: Pinopsida
Ordnung: Kiefernartige (Pinales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Pinoideae
Gattung: Kiefern (Pinus)

Wissenschaftlicher Name
Pinus halepensis
Mill.

Abbildung
Rinde.
Bildherkunft

Abbildung
Zweig.
Bildherkunft

Abbildung
Etwa fünfjährige Aleppokiefer. Anbauversuch im Thüringer Wald, 2. Standjahr. 2 x überwintert im Freien.
Bildherkunft

Die Aleppokiefer (Pinus halepensis) ist die verbreitetste Kiefer des Mittelmeerraumes. Der Baum wird von Touristen oft für eine Pinie gehalten.

Beschreibung

Die Aleppokiefer hat im Gegensatz zur Pinie einen aufgelockerteren, mehr der Rotföhre (Pinus sylvestris) ähnlichen Wuchs. Sie erreicht als Baum eine Höhe von etwa 16 m. Ihre Nadeln sind gelblich- oder hellgrün, dünner und länger (6 bis 10 cm) als die der Rotföhre und stehen zu zweit in einer Scheide. Die Zapfen sind 5 bis 10 (12) cm lang, 4 cm breit (geschlossen, offen: bis 9 cm), verbleiben auch nach der Samenreife viele Jahre am Baum und enthalten nur kleine geflügelte Samen.

In der Jugend wächst die Aleppokiefer buschig breit mit langen dünnen Jahrestrieben, die in zwei Phasen geschoben werden.

Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Aleppokiefer wird im östlichen Mittelmeerraum angenommen: Syrien (hier liegt auch die Stadt Aleppo, die der Kiefer den Namen gab) bis Libanon. Heute ist sie in fast allen Küstenländern des Mittelmeerraumes eingebürgert, als Forstbaum, aber auch oftmals als Zierbaum bzw. zu Begrünungs- und Hangbefestigungszwecken.

Nutzung

Das Holz der Aleppokiefer wird forstwirtschaftlich produziert und dient der Papierherstellung, auch als Konstruktionsholz und Brennholz. Das Harz der Aleppokiefer wird zu Kolophonium und Terpentin verarbeitet. In Griechenland dient es auch zum Aromatisieren des Retsina-Weines.

Besonderes

Die Aleppokiefer ist nicht zuverlässig winterhart in Deutschland (Anbauerfahrungen fehlen), außer möglicherweise auf den Nordseeinseln. Ein privater Anbauversuch findet zur Zeit in Suhl (Thüringer Wald) statt. Der aus Kroatien mitgebrachte dreijährige Setzling hat die harten und schneereichen Winter 2003/2004 und 2004/2005 im Freien unbeschadet überstanden.

Unterarten und Varietäten

  • Pinus halepensis ssp. halepensis
  • Kalabrische Kiefer (Pinus halepensis ssp. brutia) (Syn.: Pinus brutia).
  • Pinus halepensis var. stankewiczii ist eine Varietät in der Ukraine.
  • Pinus halepensis var. eldarica

Die Kalabrische Kiefer (Pinus brutia) ist als eigene Art umstritten. Einige Botaniker sehen sie als Unterart der Aleppokiefer an. Die Kalabrische Kiefer stammt trotz des Namens nicht aus Italien, sondern aus dem östlichen Mittelmeerraum.

Synonyme

Die Art wurde schon unter vielen anderen Namen beschrieben: P. alepensis, P. halepensis var. genuensis, P. halepensis var. abasica, P. halepensis var. carica, P. halepensis var. ceciliae, P. halepensis var. minor, P. maritima, P. sylvestris var. maritima, P. penicillus, P. arabica, P. genuensis, P. hispanica, P. carica, P. abasica, P. loiseleuriana, P. pseudohalepensis, P. parolinii, P. × saportae, P. ceciliae.

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Aleppokiefer


"Zapfen sind bis 14 cm lang, 12 cm breit" = Pinus pinaster - :en:User:MPF 6 Oct 2004

Zapfen der Aleppokiefer

Die kroatischen Aleppokiefern auf Istrien (Vrsar) tragen Zapfen, die ziemlich groß sind (10-12(14) cm lang!, über 10 cm breit, wenn offen). Pinus pinaster, die Strandkiefer, kommt meines Wissens an der Atlantikküste Portugals, Spaniens und Frankreichs vor, so dass ich nicht glaube, in Kroatien Strandkiefern angetroffen zu haben.

Soviel mir in der Baumschule in Porec/Istrien gesagt wurde, benötigt die Aleppokiefer ein möglichst trockenwarmes Klima. Ob der Anbauversuch in Suhl gelingt, wird sich zeigen. Da ist es weder trocken noch warm. Aber Nordseeinseln? Am ehesten wird sich die Aleppokiefer doch sicher im Weinbauklima wohlfühlen!

(apologies for replying in English - my German is not good) - I have checked my collections (Spain, Italy, Albania, Greece, Turkey), the very longest P. halepensis cone I have is 12.6 cm, the great majority are 5-10 cm. None are more than 8.5 cm broad, open.

Pinus pinaster; yes, you are correct about its native range, but it is also cultivated further east, I have seen it planted near Istanbul, Turkey. There is also the possibility of other cultivated non-native pines. Can you take a photo of the cones you have?

The main problem for growing P. halepensis in Germany is winter cold, which is least severe on the North Sea coast. Temperatures below -12° to -15°C will kill it. Summer heat is not essential, it is growing successfully (over 25 years old) planted near the coast of northeast England, 55°00'N 1°32'W (7 km from the North Sea coast); the climate here is even cooler in summer than the German North Sea Islands, but a little warmer in winter. It is also very tolerant of sea salt, so that would not be a problem there.

(das oben genannte, übersetzt durch Maschine): (Entschuldigungen für das Antworten auf englisch - mein Deutsch ist nicht gut) - ich habe meine Ansammlungen (Spanien, Italien, Albanien, Griechenland, Die Türkei), den sehr längsten P. halepensis Zapfen, bin 12,6 Zentimeter habe, die große Majorität bin 5-10 Zentimeter überprüft. Keine betragen mehr als 8,5 Zentimeter ausgedehnt, geöffnet.

Pinus pinaster; ja sind Sie über seine gebürtige Strecke korrekt, aber es ist auch bebauter weiterer Osten, ich hat gesehen, daß es nahe Istanbul, Türkei gepflanzet. Es gibt auch die Möglichkeit anderer bebauter non-native Kiefern. Können Sie einem Foto der Zapfen Sie nehmen zu haben?

Das Hauptproblem für das Wachsen von P. halepensis in Deutschland ist Winterkälte, die auf der Nordseeküste wenig streng ist. Temperaturen unter -12° zu -15°C töten es. Sommerhitze ist nicht wesentlich, es wächst (über 25 Jahren alt) erfolgreich errichtet nahe der Küste von Nordostengland, 55°00'N 1°32'W (7 Kilometer von der Nordseeküste); das Klima hier ist gleichmäßige Kühlvorrichtung am Sommer als die deutschen Nordseeinseln, aber ein kleiner Wärmer im Winter. Es ist auch gegen Seesalz sehr tolerant, damit nicht ein Problem dort seien.

en:User:MPF 8 Oct 2004

Habe mal ein Bild von einem "normalen" Zapfen der Aleppokiefer von Vrsar/Istrien, einem Pinienzapfen (auch Vrsar) und einem Bergkiefernzapfen (Suhl/Thüringer Wald) aufgenommen als Größenvergleich. Der Aleppokiefernzapfen ist fast genauso groß wie der der Pinie. Den kleinen Zapfen der Bergkiefer habe ich nur zum Spaß mal dazu gelegt. Dabei liegt ein Lineal. Der Aleppokiefernzapfen ist 9,5 cm breit und 12 cm hoch.

Abbildung
Zapfen von Pinus halepensis (links), P. mugo (Mitte) und P. pinea (rechts).
Bildherkunft
--TSD 17:15, 12. Okt 2004 (CEST)

Danke schön! Very interesting, it is P. halepensis, not any other species. I have never seen a cone of it so large. Maybe I should take a trip to Vrsar. Here are some of mine: :en:Image:Halep.jpg - :en:User:MPF 12 Oct 2004

Ich habe noch einige weitere Zapfen, die meine Frau und ich im Urlaub gesammelt haben - weniger aus botanischem Interesse, sondern weil wir sie für die Gestaltung von Weihnachts-Gestecken und als Weihnachtsschmuck im Haus verwenden. Wir hatten auch Gelegenheit, von einer umgebrochenen Aleppokiefer Zapfen direkt zu "ernten". Am dekorativsten sind nicht nur die einzelnen Zapfen, sondern ganze Zweige, an denen die Zapfen (4-7 Stück) im "Quirl" wachsen.

So kleine Zapfen, wie auf Ihrem Bild, kommen dort seltener vor. Interessant ist auch die Menge der Zapfen an manchen Bäumen. Schaut man von unten in manche Bäume hinein, scheinen die Kronen überwiegend aus Zapfen zu bestehen, umgeben von einer grünen "Schicht" von Nadeln.

Faszinierend finde ich an der Aleppokiefer neben den Zapfen vor allem den Duft, den sie verströmt. Ich weiß nicht, ob sie nur in der Hitze des Mittelmeeres duftet, oder auch in England?

Und wie sieht es mit dem Habitus aus? Mir ist aufgefallen, dass die auf Istrien oft in Gesellschaft mit der Aleppokiefer wachsenden Schwazkiefern (Pinus nigra) dort viel gedrungener und kleiner wachsen als hier in Deutschland. Haben Sie ein Foto von der 25-jährigen Aleppokiefer in England? --TSD 09:33, 13. Okt 2004 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Aleppokiefer und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten